Nun kann der Finanzbehörde nichts mehr entgehen. Erstmals müssen Banken Anfang 2005 in einer Jahresbescheinigung auflisten, welche Einnahmen Kunden im Jahr 2004 auf ihrem Konto und Depot erzielt haben.

Nach amtlich vorgegebenem Muster werden alle Zinsen und Dividenden aus Wertpapieren der Anleger erfasst. Dazu gehören auch ausländische Erträge sowie Gewinne und Verluste aus Spekulationsgeschäften (private Veräußerungsgeschäfte) und Termingeschäften.

Damit hat das Finanzamt alles unter Kontrolle, denn die Behörde kann eine Kopie dieser Bescheinigung verlangen.

Doch das Papier hat auch einen Pluspunkt. Es hilft Anlegern beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung. Das Geldinstitut muss in der Bescheinigung jeweils zuordnen, was wo einzutragen ist.

Die Jahresbescheinigung ersetzt aber nicht die bisherige Steuerbescheinigung. Diese Belege müssen Anleger weiterhin im Original für die Anrechnung von Kapitalertragsteuer sowie Zinsab­schlagsteuer mit ihrer Steuererklärung einreichen.

Tipp: Eine Gebühr darf die Bank für die Jahresbescheinigung nicht erheben.

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