Jahres­abrechnung Meldung

Das Finanz­amt muss eine Einkommensteuererklärung per Fax akzeptieren, wenn sie eigenhändig vom Steuerzahler unter­schrieben ist und frist­gemäß über­mittelt wurde. Das hat der Bundes­finanzhof klar­gestellt (Az. VI R 82/13).

Unter­schriebener Papier­ausdruck ging erst nach Fristende ein

In dem Fall schickte eine Lehrerin aus Schleswig-Holstein ihre freiwil­lige Einkommensteuererklärung erst kurz vor Ultimo ans Finanz­amt. Sie hatte dafür vier Jahre Zeit. Ihre Steuerberaterin hatte der Finanzbehörde am Ende des vierten Jahres die Steuer­vordrucke elektronisch per Elster über­mittelt. Das Finanz­amt lehnte die Steuererklärung ab, weil der zusätzliche Papier­ausdruck mit der persönlichen Unter­schrift der Lehrerin erst nach Fristende im Januar des fünften Jahres einging.

Dank frist­gerechtem Fax war Abgabe­frist gewahrt

Zum Glück hatte die Steuerberaterin vorsorglich den Ausdruck der Steuererklärung mit der Unter­schrift der Lehrerin schon am 30. Dezember ans Finanz­amt gefaxt. Der Bundes­finanzhof bestätigte der Klägerin und ihrer Steuerberaterin, dass die Faxunter­schrift wie eine eigenhändige Unter­schrift auf Papier zählt – sodass die Abgabe­frist gewahrt war.

Tipp: Ihre persönliche Unter­schrift ist entbehr­lich, wenn Sie Ihre Einkommensteuererklärung per Elster mit Ihrer elektronischen Signatur ans Finanz­amt schi­cken. Das können Sie im Internet unter www.elster.de beantragen. Das Sonder­heft Steuern 2015 hilft Ihnen dabei, bei der Steuererklärung für 2014 Geld zu sparen. Es gibt für jede Lebens­situation die richtigen Tipps, egal ob Sie Single sind, eine Familie haben, den Ruhe­stand genießen oder noch arbeiten.

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