Social Media. WhatsApp ist bei Jugend­lichen angesagt.

Facebook ist bei Jugend­lichen zwischen 12 und 19 Jahren mitt­lerweile mehr oder weniger out. Nur noch neun Prozent in dieser Alters­gruppe nutzten diese Social-Media-Platt­form 2019 täglich zur Kommunikation, wie eine aktuelle Unter­suchung des Medienpädagogischen Forschungs­verbunds Südwest (mpfs) zeigt. 2017 waren es noch 17 Prozent, 2015 sogar 38 Prozent. Die JIM-Studie wird seit mehr als 20 Jahren jähr­lich durch­geführt.

Ganz weit vorn: WhatsApp

86 Prozent der 12 bis 19-Jährigen in Deutsch­land nutzen den Messenger­dienst WhatsApp täglich. Instagram liegt in der Beliebt­heits­skala mit 52 Prozent auf Platz zwei, dahinter folgt Snapchat mit 38 Prozent. Trotz des medialen Hypes um TikTok nutzen lediglich sechs Prozent der Jugend­lichen die chinesische App täglich. Die jungen WhatsApp-Nutzer erhalten laut Selbst­einschät­zung pro Tag durch­schnitt­lich 27 WhatsApp-Nach­richten. Der Facebook-Konzern dürfte das nach­lassende Interesse der jungen Menschen an der Social-Media-Platt­form Facebook verschmerzen können: Schließ­lich hat das Unternehmen die eins­tigen Konkurrenten Instagram und WhatsApp bereits 2012 beziehungs­weise 2014 gekauft.

Täglich 3,5 Stunden online

Nach ihrer eigenen Einschät­zung sind Jugend­liche wochen­tags im Schnitt täglich etwa drei­einhalb Stunden im Internet aktiv (205 Minuten). Ihr Schwer­punkt liegt dabei auf Kommunikation, Unterhaltung und Spielen. Zehn Prozent ihrer Online­zeit verwenden sie zur Informations­suche.

Bücherwurmquote konstant

Die Nutzung des analogen Mediums Buch hat sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. Der Anteil der Jugend­lichen, die in ihrer Frei­zeit mehr­mals pro Woche gedruckte Bücher lesen, liegt konstant bei etwa 40 Prozent.

1200 Jugend­liche befragt

Die Ergeb­nisse sind in der aktuellen JIM-Studie 2019 nach­zulesen. JIM steht für Jugend, Information, Medien. Diese Basis­unter­suchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger wird seit mehr als zwei Jahr­zehnten jähr­lich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) heraus­gegeben. Für die Studie werden 1200 Jugend­liche zwischen 12 und 19 Jahren befragt.

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