Händler dürfen Kunden nicht mit dem Hinweis auf ein beim Kauf einzulösendes Guthaben zum Kauf von Waren animieren, wenn ein solches Guthaben gar nicht existiert. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat jetzt einem Gartencenter diese Verkaufsmethode verboten (Az. 20 U 19/02).

Der Versandhändler für Gärtnerbedarf hatte Werbeschreiben mit den Worten „Ihr Guthaben von 5,65 DM wartet auf Einlösung!“ verschickt. Beigefügt war ein in der Art eines Kontoauszugs aufgemachtes „Guthaben-Info unserer Kundenbuchhaltung“. Die Kunden wurden aufgefordert, doch einmal im Katalog zu blättern und etwas zu bestellen, damit das Guthaben nicht verfalle.

Das ist irreführende Werbung, meinte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg und verklagte den Versandhändler. Die Düsseldorfer Richter sahen den freien Wettbewerb durch diesen Verkaufstrick ebenfalls beeinträchtigt. Erfahrungsgemäß verleite ein vorgetäuschtes Restguthaben Verbraucher viel eher zu einer Bestellung, als wenn ein Werbegeschenk in Aussicht gestellt werde.

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