DWS Investa: Mittelfeld statt Nummer 1

Investmentfonds Meldung

Henning Gebhardt ist ein Spitzenfondsmanager. Nur beim DWS ­Investa klappt es noch nicht. Vorgängerin ­Elisabeth Weisenhorn hat den Fonds an die ­Spitze gebracht.

Nicht alles ist spitze bei der DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank – auch wenn die Gesellschaft damit wirbt, die Nummer 1 zu sein. Zu Anfang dieses Jahres lag die Leistung des Deutschlandfonds DWS Investa sogar ­unter dem Durchschnitt der Fondsgruppe.

Seit dem Weggang von Starfondsmanagerin Elisabeth Weisenhorn, die sich selbstständig gemacht hat, betreut Henning Gebhardt den Fonds. Als Grund für die mäßige Leistung gibt er die Anlagestrategie des 3,4 Milliarden Euro schweren Fonds an, der nur Aktien großer Gesellschaften kaufen darf. Das ist schlecht, wenn vor allem die Werte der Kleinen gut laufen.

Zum Vergleich: Der Standardwerte-Index Dax hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um 6,6 Prozent pro Jahr zugelegt. Dagegen hat der Index für die deutschen Aktien aus der zweiten Reihe, der MDax, in derselben Zeit ein Plus von durchschnittlich 16,1 Prozent pro Jahr gemacht.

Dass Gebhardt kein schlechter Manager ist, zeigen die weit besseren Fonds Aktien Strategie Deutschland und DWS Select Invest, für die er ebenfalls verantwortlich ist. Sie belegen die Plätze 2 und 3 im Infodokument Aktienfonds Deutschland und sind „stark überdurchschnittlich“.

Bis ins Jahr 2003 hinein war der Investa ein Spitzenfonds. Den langen Abschwung vertrug der Fonds gar nicht gut. Inzwischen hat er wieder einige Plätze gutgemacht, und auch die Tendenz zeigt klar nach oben.

Finanztest-Bewertung: Durchschnittlich.

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