Tipps

  • Ausstiegszeitpunkt. Wenn Sie Ihren Fonds direkt bei einem Discountbroker oder einer Direktbank haben, sollten Sie zunächst fragen, ob Sie ohne Ausgabeaufschlag in einen neuen Fonds wechseln können. Falls nicht, sollten Sie die Fondsanteile sofort nach Bekanntgabe der Schließung verkaufen. Haben Sie Ihr Fondsdepot dagegen bei einer Investmentgesellschaft, sollten Sie zuerst überlegen, welcher Fonds eine geeignete Alternative ist und dann wechseln.
  • Empfehlung. Nehmen Sie nicht vorschnell die Fondsempfehlungen der Investmentgesellschaften an, sondern prüfen Sie erst, wie gut ein möglicher Alternativfonds ist. Nutzen Sie dazu die monatlichen Fondstabellen (Klick auf „Fonds im Dauertest: Die Fondsanalysen“) der Stiftung Warentest. Informieren Sie sich auch darüber, ob Fonds anderer Gesellschaften für Ihren Anlageschwerpunkt in Frage kommen und ob Sie diese günstig kaufen können.
  • Chance. Sie sollten die Schließung als Chance nutzen, um die Gewichtung im Depot zu prüfen und falls nötig zu verändern. Denn Sie können kostenlos oder mit Rabatt in einen anderen Fonds derselben Gesellschaft wechseln.
  • Kauf. Verkaufsprospekte enthalten manchmal Angaben, ab welchem Volumen die Gesellschaften einen Fonds schließen dürfen. Vergleichen Sie daher vor dem Fondskauf diese Informationen mit dem aktuellen Fondsvolumen. Die Größe des Fonds können Sie außerhalb der Jahres- und der Halbjahresberichte durch einen Anruf bei der Fondsgesellschaft oder beim Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften erfragen.

Frühwarnsignale

  • Ausrichtung. Je einseitiger ein Fonds ausgerichtet ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er geschlossen wird. Denn Fonds, die auf kurzfristige Trends reagieren (beispielsweise in den Bereichen Sport oder Gesundheit) haben selten langfristige Kapitalzuflüsse.
  • Fondsvolumen. Gefährdet sind auch die Fonds, deren Finanzvolumen unter sechs Millionen Euro liegt. Diese können für die Gesellschaft unrentabel sein.
  • Fusionen. Wenn Geldinstitute fusionieren oder eine Übernahme stattfindet - wie kürzlich bei Allianz und Dresdner Bank - können Fonds auch zusammengelegt werden.

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