Investmentfonds Meldung

Im vergangenen Jahr machten nach Angaben der Rating Agentur Feri Trust von den insgesamt etwa 5.000 in Deutschland zugelassenen Fonds 157 dicht (Fusionen nicht eingerechnet). Das sind knapp doppelt so viele wie im Jahr 2000. Insbesondere jüngere Fonds müssen oft ums Überleben kämpfen. Ein Ende der Fondsschließungen ist nicht absehbar. In den kommenden Monaten verschwinden weitere vom Markt. Ärgerlich für Anleger: Steckt der Fonds zum Zeitpunkt der Schließung in einer Verlustphase, müssen sie die Verluste zwangsweise realisieren. Finanztest zeigt, welche Anzeichen Investoren beachten sollten, um gar nicht erst in einen bedrohten Fonds zu investieren und welche Möglichkeiten sie bei einer Schließung haben.

Nachteil: Kleiner Fonds

Ein wesentliches Signal für eine Schließung ist ein niedriges Fondsvolumen. Doch nicht immer müssen kleine Fonds unrentabel sein und geschlossen werden. Denn sie können beispielsweise von einem Fondsmanagerteam einfach mitbetreut werden. Zudem leisten sich Gesellschaften manchmal auch unrentable Nischenfonds, um alle Marktsegmente abzudecken.

Wechsel in Alternativfonds

Drei Monate vor Schließung muss die Gesellschaft die Kündigung im Bundesanzeiger veröffentlichen. Die meisten bieten ihren Anlegern dann entweder einen kostenlosen Alternativfonds an oder die Möglichkeit, zu günstigen Konditionen in einen Fonds mit anderer Ausrichtung zu wechseln. Gesetzlich vorgeschrieben ist dies aber nicht. Wer bei einer Direktbank oder einem Discountbroker Anteile gekauft hat, bekommt daher oft nur den Wert der Anteile zum Zeitpunkt der Schließung ausgezahlt.

Chance für Anleger

Nicht immer muss eine Fondsschließung für den Anleger nachteilig sein. Denn wer ohnehin vor hatte, aus einem Fonds auszusteigen, kann dies nun zu günstigen Konditionen tun. Anschließend können Anleger ihre Strategie überdenken und möglicherweise korrigieren.

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