Tipps

Für den Fondskauf

Fondsauswahl. Bequeme Anleger wählen einen Fonds mit einem grünen Punkt. Informieren Sie sich aber vor dem Kauf bei der Fondsgesellschaft über seine Anlagestrategie.

Risiko. Wer auf Verluste mit Stress reagiert, sollte einen Fonds mit grünen Punkten wählen, der eine kurze Verlustphase, einen relativ geringen maximalen Verlust und einen möglichst geringen Kursschwankungsfaktor hat.

Risikostreuung. Investieren Sie nicht Ihr ganzes Geld in einen Fonds, sondern verteilen Sie größere Anlagesummen.

Anlagestrategie. Internationale Aktienfonds eignen sich als Herzstück eines Depots. Ihre Renditen lagen in der Vergangenheit im langjährigen Durchschnitt bei 10 Prozent pro Jahr. Verluste zwischendurch sind aber normal. Vorsichtige Anleger sollten sie daher mit Euro-Rentenfonds kombinieren. Das dämpft das Risiko, aber auch die Rendite.

Timing. Wichtiger als der richtige Einstiegszeitpunkt ist es, beim Ausstieg aus dem Fonds zeitlich flexibel zu sein.

Notgroschen. Planen Sie Ihre Finanzen so, dass Sie noch Geld in Reserve haben und Ihre Fonds nicht als Notgroschen herhalten müssen. Sie könnten sonst gezwungen sein, in schlechten Börsenphasen aus einem Fonds auszusteigen.

Für bestehende Fonds

Kontrolle. Sie sollten die Entwicklung Ihrer Fonds regelmäßig, am besten monatlich, kontrollieren, zum Beispiel mit den monatlich aktualisierten Finanztest-Tabellen.

Verluste. Ein Fonds ist eine langfristige Geldanlage. Reagieren Sie nicht mit hektischen Verkäufen, wenn Ihr Depotauszug mal ein Minus anzeigt. Solange Sie einen guten Fonds haben, können Sie damit rechnen, beim nächsten Börsenhoch Verluste wieder auszugleichen.

Rotlicht. Hat Ihr Fonds in der Finanztest-Bewertung schlecht abgeschnitten, verkaufen Sie nicht sofort. Wenn die schlechte Anlagestrategie (zum Beispiel Über- oder Untergewichtung bestimmter Regionen oder Branchen) in jüngster Zeit korrigiert wurde und plausibel erscheint, kann es sinnvoll sein, den Fonds zu halten.

Umschichten. Wählen Sie zunächst einen Fonds, der in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt hat und zu Ihrer Anlagestrategie passt. Dann erst sollten Sie prüfen, welche Kosten beim Wechsel auf Sie zukommen. Wenn Sie die Fondsanlage in absehbarer Zeit auflösen wollen, lohnt sich ein Wechsel eventuell nicht mehr.

Kosten. Als erfahrener Anleger kommen Sie auf zwei Wegen zum günstigen Fonds: entweder über die Direktanlage bei der Fondsgesellschaft mit dem Vorteil günstiger Umschichtungsgebühren oder über Direktbanken mit Rabatten auf den Ausgabeaufschlag.

Marktnähe. Die Fonds mit großer Marktabweichung (weniger als 50 Prozent der Wertschwankungen hängen vom Markt ab - siehe Tabelle) eignen sich nur als Beimischung für das Depot. Die Fondsexperten von Finanztest empfehlen einen Anteil von insgesamt höchstens 10 Prozent.

Sparpläne. In schlechten Börsenzeiten sollte niemand seinen Fondssparplan auflösen. Falls Sie bisher regelmäßig Geld in einen schlechten Fonds eingezahlt haben, setzen Sie den Sparplan aus und lassen Sie Ihr angespartes Vermögen im Fonds. Sparen Sie stattdessen künftig in einen Fonds, der in der Spalte ganz rechts einen grünen Punkt (siehe Tabelle im PDF-Dokument) hat.

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