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Die Finanztest-Fondstabellen liefern wichtige Signale für den Fondskauf.

Wer gute Fonds im Depot haben will, ist auf erstklassige Informationen angewiesen. Und die benötigt auch Holger Pütz. Er möchte 12.000 Euro in internationale Fonds anlegen und sucht sich nun anhand der Fondstabellen die geeigneten raus.

Erste Wahl sind für ihn die elf erstplatzierten Fonds. Sie sind in der Spalte "Signal" (siehe Tabelle im PDF-Dokument) in der rechten Kolonne mit einem grünen Punkt markiert. Ihre Finanztest-Bewertung beträgt mindestens 55,7 Punkte und liegt somit mehr als 10 Punkte über dem Fondsdurchschnitt.

Die Fondsexperten von Finanztest empfehlen Neuanlegern, größere Summen bei einer Einmalanlage auf mehrere gute Fonds zu verteilen. Denn wenn der Anleger nicht alles auf eine Karte setzt, ist die Chance, mit einer Streuung ein gutes Ergebnis zu erreichen, größer.

In welchem Umfang kann Pütz mögliche Verluste aushalten? Die Antwort auf diese Frage beeinflußt die Fondsauswahl. Gut, entscheidet er. Er ist nervenstark genug, dass ihm auch ein kräftiger Kurseinbruch nicht gleich den Schlaf raubt, und außerdem will er ohnehin langfristig sparen, um in 20 Jahren ein finanzielles Polster für den Ruhestand zu haben. Er kann deshalb einfach die drei punktbesten der internationalen Aktienfonds kaufen, den DWS Vermögensbildungsfonds I, den DWS (CH)-Aktien und den Uniglobal.

Mit dem Uniglobal hätte er einen Fonds im Depot, der in sehr viele Aktien von Unternehmen investiert, die auch im Weltmarktindex der Investmentgesellschaft Morgan Capital Stanley (MSCI) vertreten sind. Dies erkennt er an der Punktzahl von 90 Prozent in der Spalte "Marktnähe". Seine maximale Verlusthöhe ist von den drei Fonds mit 30,7 Prozent die geringste.

Der DWS (CH)-Aktien und vor allem der DWS Vermögensbildungsfonds I entwickelten sich in der Vergangenheit nicht so nah am Gesamtmarkt. Der DWS Vermögensbildungsfonds I hat außerdem einen deutlich höheren Schwankungsfaktor und wird Pütz Nerven wohl stärker beanspruchen als der Uniglobal. Bei steigenden Märkten hat er mit dem DWS Vermögensbildungsfonds I dafür größere Chance auf eine Kursrallye als mit den anderen beiden Fonds. Das zeigt das "(X)" in der Spalte "Besser im Gewinnmarkt".

Wählt Holger Pütz also die drei Erstplatzierten, hat er mit dem Uniglobal einen eher indexnahen Fonds im Depot und mit dem DWS Vermögensbildungsfonds I und dem DWS (CH)-Aktien zwei Fonds, die aktiver gemanagt werden und somit höhere Chancen, aber auch Risiken bergen.

Will er die Risiken kleiner halten, könnte er den Uniglobal zum Beispiel auch mit dem Raiffeisen-Global-Aktien A (WKN 971 029) kombinieren. Sein Schwankungsfaktor ist niedrig und auch sein maximaler Verlust war deutlich geringer als beim erstplatzierten Vermögensbildungsfonds. Auch für ihn steht die Ampel auf Grün.

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