Indizes im Überblick: Die Erfolgsmaßstäbe

Die Art der Messlatte entscheidet über die Höhe von Erfolgsgebühren. Mit der Wahl einer niedrigen Hürde verschaffen sich Anbieter einen Vorteil.

Als guter Maßstab für die Entwicklung global anlegender Aktienfonds gilt der MSCI Welt. Der Börsenindex umfasst rund 1 900 Aktien aus 24 Ländern. Sehr viel enger, aber akzeptabel ist der DJ Global Titans, der nur die 50 bedeutendsten Börsenunternehmen der entwickelten Welt zusammenfasst.

Mischungen aus regionalen Aktienindizes wie MCSI Europe, DJ Stoxx 600 (Europa), S&P 500 (USA) oder Nikkei 300 (Japan) machen die Erfolgsgebühr schwer durchschaubar, weil Anleger ihre Entwicklung kaum nachvollziehen können. Das gilt auch für wenig verbreitete Indizes wie den S&P Developed LargeMidCapValue und spezielle Varianten des MSCI Welt.

Der ökologisch orientierte KBC Eco Fund misst sich am Nachhaltigkeitsindex FTSE 4 Good Global. Das ist in Ordnung.

Indizes für den Zinsmarkt wie der ­Drei-Monats-Euribor oder der Drei-Monats-Libor machen es Fondsmanagern zu leicht. Das gilt auch, wenn der Erfolgsmaßstab kein Index, sondern ­eine niedrige feste Prozenthürde ist. Selbst schlechte Aktienfonds bringen hin und wieder einige Prozent Rendite.

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