Angebot: In tristen Börsenzeiten haben so genannte Garantiefonds Konjunktur. Dabei handelt es sich um Finanzprodukte mit einem "Risikopuffer".

Vorteil: Garantiefonds ziehen entweder eine Verlustgrenze, die selbst im Falle eines Crashs nicht unterschritten wird. Oder der Anleger hat die Gewissheit, dass er von Indexverlusten bis zu einem festgelegten Prozentsatz verschont bleibt.

Nachteil: Die größere Sicherheit geht zulasten der Renditechancen. Einen Aktienfonds, der maximale Sicherheit mit hohen Chancen verbindet, gibt es nicht. Oft handelt es sich bei Garantiefonds um geschlossene Fonds mit begrenzter Laufzeit. Im Gegensatz zu offenen Fonds werden sie nicht börsentäglich gehandelt. Der Anleger kann also nicht von heute auf morgen ein- oder aussteigen. Wer vorzeitig verkaufen möchte, sollte sich über die Bedingungen bei vorzeitiger Rückgabe informieren: Wie hoch sind die anfallenden Gebühren, und wie wird der Anteilspreis berechnet? Ein starres Laufzeitende ist für Langfristanleger ungünstig. Schließlich muss das frei werdende Kapital neu investiert werden, was zusätzliche Kosten verursacht.

Fazit: Aus Sicht von Finanztest sind Garantiefonds wenig sinnvoll. Durch die Sicherheitselemente werden die Renditechancen geschmälert. Mit geschlossenen Garantiefonds beraubt man sich weitgehend der erwünschten Flexibilität. Wer sich mit einem reinen Aktienfondsportfolio nicht wohl fühlt, sollte sich den Risikopuffer selbst schaffen, indem er festverzinsliche Papiere beimischt.

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