Die Zillmerung von Fondssparplänen, bei denen Anleger die Abschlusskosten auf einen Schlag am Anfang zahlen, wird stark eingeschränkt. Das sieht das Investmentänderungsgesetz vor, das voraussichtlich Anfang 2008 in Kraft tritt. Künftig dürfen die Fondsgesellschaften höchsten ein Drittel von den Einzahlungen des ersten Jahres abzwacken, die restlichen Kosten müssen gleichmäßig auf die Restlaufzeit verteilt werden. Die Branche beklagt, dass nun Vermittler wieder lieber Versicherungen verkaufen als Fonds, weil sie damit beim Abschluss mehr Geld verdienen. Für die Kunden ist die Einschränkung von Vorteil. Gezillmerte Fondssparpläne sind unflexibel und bringen fast immer weniger Rendite als Fondssparpläne mit monatlichen Ausgabeaufschlägen.

Auch für offene Immobilienfonds gibt es neue Regeln. Nach der Krise 2006, als einige Fonds schließen mussten, hatte sich die Branche selbst mehr Transparenz verordnet. Einige Bestandteile der Selbstverpflichtung sind jetzt Gesetz, wie die Veröffentlichung der Einzelverkehrswerte oder Kündigungsfristen für Großanleger.

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