Investmentclubs sind in. Nach Angaben der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der als Dachverband für die Clubs fungiert, haben sich mehr als 120.000 Hobbybörsianer in rund 5.000 Investmentvereinen zusammengefunden, um gemeinsam über die Anlage der eingezahlten oder monatlich gesparten Gelder zu beraten und zu entscheiden. Immer häufiger mischen sich jedoch auch professionelle Vermögensverwalter unter dem Deckmantel Aktien- oder Investmentclub unter die Anbieter.

Auf Druck des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen musste bereits der Stuttgarter Aktien-Club seinen Namen ändern und sich als Vermögensverwaltung zu erkennen geben. Auch der Hanseatische Aktien-Club, der Münchner Wertpapier-Club oder der Itzehoer Aktien Club haben mit den traditionellen Stammtisch-Börsianern nichts mehr gemein. Denn nicht die Mitglieder, sondern die Geschäftsführungen treffen in diesen kommerziellen Clubs die Anlageentscheidungen.

Und für diesen Dienst lassen sich die selbst ernannten Vermögensverwalter teuer bezahlen. Zumeist werden saftige Ausgabeaufschläge und zusätzliche jährliche Gebühren fällig. Die Stuttgarter verlangten für eine Einlage von 10.000 Mark etwa fünf Prozent Depotgebühren. Hinzu kamen noch die An- und Verkaufsspesen für die Aktien. Neben horrenden Gebühren müssen Anleger sich auch noch auf erhöhte Risiken einstellen, denn nicht jeder dieser Aktienclubs ist einem Entschädigungsfonds angeschlossen.

TiPP: Wenn Sie einen eigenen Investmentverein gründen wollen, in dem Sie selbst über die Zusammensetzung Ihres Portfolios entscheiden dürfen, können Sie sich an dem "Leitfaden zur Gründung von Investmentclubs" orientieren, den die DSW herausgegeben hat und gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 10 Mark versendet. Über die DSW können Sie auch herausfinden, ob es in Ihrer Nähe schon einen Aktienclub gibt.

Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz
Postfach 35 01 63
40072 Düsseldorf
Tel. 02 11/66 97 02
Fax 02 11/66 97 60

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