J. Bilz, Halle: Ich besitze eine Mietwohnung in den neuen Bundesländern und habe dafür Investitionszulage beantragt. Das Finanzamt lehnte ab, weil ich die gleichen Kosten schon als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung geltend gemacht hätte. Lohnt ein Widerspruch?

Finanztest: Die Sonderförderung für Immobilien in den neuen Bundesländern müsste Ihnen trotzdem zustehen. Auch wenn Sie die Ausgaben schon abgesetzt haben, schließt das die Investitionszulage für Modernisierungskosten und andere Erhaltungsaufwendungen nicht aus. Sie können bis zu 1200 Mark je Quadratmeter bekommen.

Jedoch ist sich die Finanzverwaltung uneins, was zu den Erhaltungsaufwendungen zählt. Bisher ist das nicht eindeutig definiert. Typischerweise sind Schönheitsreparaturen Erhaltungsaufwendungen. Aber manche Finanzämter ordnen kleinere Reparaturen wie neue Wasserhähne laufenden Betriebskosten zu. Grundsätzlich zählen als Erhaltungsaufwand: Reparaturen von Fußböden, Fenstern, Türen und Geländern, Verlegen eines Teppichbodens auf Parkett, Instandsetzen des Dachs und Erneuerung des Außenputzes.

Auch Modernisierungskosten sind Erhaltungsaufwendungen. Dazu gehören der Austausch alter Fenster, Modernisierung der Heizungsanlage, Einbau von Zählern zur verbrauchsabhängigen Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten sowie der Einbau einer privaten Breitbandanlage.

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