Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe warnt vor Operationen im Intimbereich. Sie sind ein Trend aus den USA, den Schönheitschirurgen auch hierzulande zunehmend anbieten:

Vaginalverengung, Schamlippenoperation, Wiederherstellung des Jungfernhäutchens, Vergrößerung des „G-Punkts“ (Gräfenberg-Punkt in der vorderen Scheidenwand) mit körpereigenem Fett oder einem Füllungsmaterial wie Hyaluronsäure, der ein Stimulieren des Orgasmus ermöglichen soll. Der „G-Punkt“ ist umstritten. Das Verfahren um so mehr – wie Schönheitsoperationen ohnehin, besonders nun auch im Intimbereich. Die Gesellschaft spricht von einer „drama­tischen“ Entwicklung. Risikoeinschätzungen und Komplikationsraten dieser Operationen fehlten oder würden verharmlost. Es gebe keine wissenschaftlichen Daten, die nachwiesen, dass die Eingriffe zu anhaltender psychischer oder funktioneller Besserung führten. Mögliche Folgen dieser Operationen sind Entzündungen, Narbenbildungen, Nervenstörungen mit verringerter sexueller Empfindlichkeit. Die Gesellschaft fordert ein ausführliches Aufklärungsgespräch, eventuell auch mit einem Psychologen (siehe auch www.dggg.de).

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