Interview Meldung

Rentenexperte Dr. Erich Standfest

Die gesetzliche Rentenversicherung wird ab 2005 neu organisiert. Finanztest fragte den langjährigen Vorsitzenden des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Dr. Erich Standfest, nach den Konsequenzen für die Versicherten.

Finanztest: Was passiert mit Menschen, die ab 2005 neu in die gesetzliche Rentenversicherung kommen?

Standfest: Angestellte werden nicht wie bisher automatisch von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) betreut und Arbeiter von einer Landesversicherungsanstalt (LVA). Künftig werden sie nicht mehr nach dieser nicht transparenten Unterscheidung, sondern nach dem Zufallsprinzip zugeteilt.

Finanztest: Was ändert sich für diejenigen, die schon seit Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind?

Standfest: Für die meisten ändert sich nichts. Ein Teil wird allerdings zwischen den Trägern neu verteilt werden. Auf Bundesebene werden BfA und VDR zur Deutschen Rentenversicherung Bund zusammengeschlossen. Die Landesversicherungsanstalten heißen künftig Deutsche Rentenversicherung mit dem jeweiligen regionalen Zusatz, beispielsweise Deutsche Rentenversicherung Westfalen. Und die Versicherten von Bahnversicherungsanstalt, Bundesknappschaft und Seekasse werden künftig einheitlich in der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See versichert sein.

Finanztest: Was haben die Versicherten von all diesen Änderungen? 

Standfest: Der Service unter dem gemeinsamen Dach Deutsche Rentenversicherung wird verbessert. Alle Auskunfts- und Beratungsstellen werden den Regionalträgern zugeordnet. Dorthin kann sich jeder wenden, egal wo er versichert ist. Damit wird der einheitliche Service der Rentenversicherer konsequent weiterentwickelt.

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