Interview Meldung

Astrid Hastreiter baut eine Frauenbank auf.

Die Frauenvermögensverwaltung AG will ab Oktober Beratung rund um Geldanlage speziell für Frauen anbieten. Später will das Unternehmen in einer Frauenbank aufgehen. Seit Juli können Anleger in die Firma investieren. Finanztest sprach mit Vorstandschefin Astrid Hastreiter.

Finanztest: Warum wollen Sie nur ­Frauen in Gelddingen beraten?

Hastreiter: Unsere Marktstudien haben ergeben, dass sich 80 Prozent der Frauen von den Banken nicht ernst genommen fühlen. Sie wünschen sich eine ehrliche Beratung von Frau zu Frau. Deshalb wollen wir einen ganzheitlichen Ansatz bieten, also eine auf die persönliche Situation zugeschnittene Beratung. Den Frauen soll klar werden, dass Finanzangelegenheiten wichtig sind und wunderbar zu ihnen passen. Aber wir schicken keinen Mann nach Hause, der zu uns kommt.

Finanztest: Vor einem Jahr ist die Gründung der Frauenbank an der Finanzierung gescheitert. Was ist jetzt anders?

Hastreiter: Wir werden die künftige Frauenbank in kleinen Schritten zum Ziel führen. Wir beginnen mit Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten im Bereich Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Parallel bauen wir ein Frauennetzwerk auf. Details zum Stufenplan gibt es am Telefon unter 0 89/13 93 81 53 oder unter www.frauenbank.de.

Finanztest: Zur Kapitalgewinnung verkaufen Sie Anlegern Genussscheine. Das ist eine eher riskante Anlageform ...

Hastreiter: Sie ist nicht riskanter als ­Aktien. Außerdem ist der Bedarf da: Für viele Frauen ist es attraktiv, 8 Prozent Rendite mit einer Beteiligung an einem Unternehmen zu verbinden, das sich für ihre Belange einsetzt. Wir prüfen aber genau, ob Genussscheine die passende Anlage für die Interessentin sind. Notfalls raten wir auch ab.

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