Die Interstraight GmbH und deren Geschäftsführer Werner Weise müssen an einen Anleger knapp 19.000 Mark Schadenersatz plus Zinsen zahlen, weil sie ihn nicht ausreichend über die Risiken von Optionsgeschäften aufgeklärt haben. Das hat das Landgericht Düsseldorf entschieden (Az. 10 O 476/99, nicht rechtskräftig).

Nach Auffassung des Gerichts spielte es dabei keine Rolle, dass die Interstraight GmbH die Termingeschäfte nicht selbst vermittelte, sondern lediglich für die Ascent Brokerage Corporation auf den British Islands tätig wurde, die die Geschäfte dann ausführen sollte. In dem von der Münchner Kanzlei Marzillier, Dr. Meier erstrittenen Urteil machen die Richter klar, dass die Interstraight GmbH sowie deren Geschäftsführer Werner Weise die einzigen Kontaktpersonen für den Anleger gewesen seien. Deshalb hätten sie die Aufklärung sicherstellen müssen.

Finanztest hat bereits wiederholt auf die unverschämt hohen Kosten hingewiesen, die die Interstraight GmbH für ihre Vermittlertätigkeit nimmt. Die Firma kassiert pro Geschäft 99 US-Dollar Gebühren. Hinzu kommen noch erhebliche Kosten für die Brokerfirma Ascent Brokerage Corporation.

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