Bedrohung. Bei Atta­cken auf PC-Nutzer verfolgen Hacker meist eines von drei Zielen: Pass­wörter stehlen, erpressen oder Ressourcen klauen.

E-Mail, Online-Banking, Wikipedia, Katzen­videos – Nutzen und Spaß des Internets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Kehr­seite: Hacker stehlen Daten und nutzen sie für kriminelle Zwecke. Schadsoftware kann Rechner und Internet­zugang lahmlegen. Wir entlarven die Tricks und Werk­zeuge der Hacker und zeigen, wie Sie sich mit wenigen Maßnahmen effektiv gegen Pass­wort­klau, Lösegeld-Erpresser und Viren­attacken schützen – und sicher im Netz unterwegs sind.

Was wollen die Hacker – und was können Sie dagegen tun?

Was bezwe­cken potenzielle Angreifer mit ihrem Treiben im Netz? Die drei wichtigsten Ziele, die Hacker gegen­über privaten Nutzern verfolgen: Betrug mit geklauten Zugangs­daten, Erpressung und Miss­brauch durch Ressourcenklau. Wir zeigen, mit welchen Methoden Eindringlinge diese Ziele erreichen, und nennen die sechs wichtigsten Schutzmaßnahmen, mit denen Sie gegen die größten Gefahren im Netz gewappnet sind.

1. Sie wollen Ihre Zugangs­daten klauen

Zugangs­daten sind der Schlüssel zu Ihren Nutzer­konten. Wer Ihr Pass­wort zu Onlineshops oder Bezahl­diensten wie Paypal besitzt, kann auf Ihre Kosten einkaufen. Die so erbeuteten Waren lassen die Betrüger dann zum Beispiel an Pack­stationen senden, die sie mit ebenfalls geklauten Zugangs­daten öffnen.

Oder sie stellen mit ergaunerten Pass­wörtern von Verkaufs- und Klein­anzeigenportalen unter dem Namen ahnungs­loser Nutzer betrügerische Angebote ein. Die Zahlungen für nicht existierende Waren leiten sie an geka­perte Konten von Bezahl­diensten wie Paypal.

Ein begehrtes Ziel sind E-Mail-Konten. Mithilfe der verbreiteten Funk­tion „Pass­wort vergessen“ können sich Eindringlinge über das geka­perte E-Mail-Post­fach Zugang zu allen Konten des Nutzers verschaffen.

2. Sie wollen Ihre Daten in Geiselhaft nehmen und Lösegeld erpressen

Nicht nur Firmen, Verwaltungen und selbst Krankenhäuser sind schon Opfer geworden, auch bei PC-Besitzern haben Cyber-Erpresser oft leichtes Spiel. Mithilfe von Schad­programmen sperren Hacker Nutzer aus ihrem eigenen Rechner aus und verlangen ein Lösegeld. Wer nicht zahlt, kommt nicht mehr an die Daten auf seiner Fest­platte. „Ransomware“ wird solche Schadsoftware genannt – vom eng­lischen „Ransom“ für Lösegeld. Erpressung hat zuletzt stark an Bedeutung gewonnen.

3. Sie wollen Ihren Rechner zu kriminellen Zwecken miss­brauchen

Diese Angriffe laufen oft im Verborgenen und unbe­merkt vom Nutzer ab. Das Ziel ist, möglichst viele Rechner aus Privathaushalten zu hacken und für kriminelle Zwecke zu miss­brauchen. Dabei bringen die Angreifer Tausende von PCs, Routern und anderen internet­fähigen Geräten unter ihre Kontrolle und schalten sie zu einer Armee von geka­perten Rechnern zusammen. Solche sogenannten Bot-Netze verbreiten dann zum Beispiel fern­gesteuert Spam-Nach­richten oder Schad­programme oder führen erpresserische Angriffe auf Webseiten von Unternehmen oder Behörden durch. Die angegriffenen Webseiten werden mit Zigtausenden von Anfragen bombardiert, bis sie unter dem Ansturm zusammen­brechen. Auch die Seite der Stiftung Warentest war schon Ziel solcher Bot-Netz-Atta­cken.

Der einzelne PC-Nutzer ist hier gar nicht das Ziel des Angriffs. Sein gehackter Rechner kann lang­samer werden oder irgend­wann gar nicht mehr funk­tionieren. Und niemand wird wollen, dass seine Geräte für kriminelle Zwecke miss­braucht werden.

Tipp: Mit welchem Programm Sie Ihren Rechner optimal schützen, zeigt unser Test von Sicherheitssoftware.

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