Internetsicherheit Meldung

Der Microsoft-Browser weist eine gefährliche Sicherheitslücke auf. Alle gängigen Versionen sind betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zum Umstieg auf einen anderen Internetbrowser. [Meldungsupdate: Microsoft hat jetzt ein Update bereitgestellt, das das Problem behebt].

[Update 24.09.2012]: Update stopft Lücke

Wie angekündigt hat Microsoft die Sicher­heits­lücke im Internet­explorer inzwischen durch ein Update gestopft. Auf den meisten Rechnern ist Wind­ows Update so einge­stellt, dass wichtige Updates auto­matisch geladen und installiert werden. Wer diese Voreinstellung nicht verändert hat, sollte die Aktualisierung bereits erhalten haben. Alternativ kann das Update für unterschiedliche Wind­ows- und Internet-Explorer-Versionen auch manuell bei Microsoft herunter­geladen werden. [Update Ende]

Einfalls­tor für Schadsoftware

Das Bundes­amt für Sicherheit in der Informations­technik (BSI) warnt vor einer kritischen Sicher­heits­lücke in Microsofts Internet­browser, dem Internet Explorer. Diese Lücke ermöglicht es Angreifern, etwa über präparierte Webseiten oder infizierte Werbebanner beliebigen Programm­code auf Wind­ows-Rechnern auszuführen und auf diesem Wege Schad­programme zu installieren. Laut BSI wird die Lücke bereits für gezielte Angriffe genutzt. Microsoft hat das Problem inzwischen in einer eigenen Sicherheitswarnung bestätigt. Demnach sind die Internet-Explorer Versionen 6, 7, 8 und 9 und die Wind­ows-Versionen XP, Vista und 7 betroffen.

Bundes­amt rät zu Alternativ­browsern

Da der Internet Explorer auf allen Wind­ows-Rechnern vorinstalliert ist, nutzen die Autoren von Schadsoftware dessen Schwach­stellen besonders häufig aus. Das BSI rät Wind­ows-Nutzern, ein anderes Browser­programm zu nutzen, bis Microsoft die aktuell entdeckte Lücke im Internet Explorer durch eine Software-Update gestopft hat. Mögliche Alternativen sind zum Beispiel Google Chrome, Mozilla Firefox oder Opera. Diese kostenlosen Konkurrenten des Markt­führers von Microsoft erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Doch nicht nur Webbrowser, sondern auch Zusatz­programme wie Flash oder Java können Programmier­fehler aufweisen, die Rechner anfäl­lig für Viren und Trojaner machen. Darum ist es wichtig, auch diese Programm stets auf dem neuesten Stand zu halten und Sicher­heits­updates zu installieren, sobald diese angeboten werden. Außerdem sollten Wind­ows-Rechner immer mit einer aktuellen Sicherheitssoftware geschützt sein.

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