Acht von zehn Internetshops verstoßen gegen die gesetzlichen Mindestanforderungen für den Onlinehandel. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), der bislang 211 Einkaufsportale großer Unternehmen unter die Lupe nahm. Danach hielten sich nur 47 der untersuchten Shops vollständig an die im Teledienstgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegten Grundregeln für das Einkaufen im Internet.

Die meisten Verstöße gab es bei Anbietern von Büchern, CDs, Flugtickets sowie von Kaffee und Tee. Häufig finden Kunden auf den Webseiten nicht die genaue Anschrift und die Identität des Anbieters. Hinweise auf Widerrufs- und Rückgaberechte fehlen ebenso wie Angaben darüber, wie sich Eingabefehler vor Abgabe der Bestellung erkennen und berichtigen lassen. Mitunter fehlten selbst die Preise und Informationen über Liefer- und Versandkosten.

Der vzbv hat bislang mehr als 140 Firmen abgemahnt. Bis Ende Dezember haben 95 Anbieter daraufhin ihren Internetauftritt geändert. Gegen mehrere Unternehmen, die nicht die geforderte Unterlassungserklärung abgaben, hat der vzbv Klage erhoben: Amazon.de, Blumen Moldenhauer, Dell Computer, Fleurop, Germania Fluggesellschaft und Yves Rocher.

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