Internetradio Schnelltest

Viele Radiostationen senden ihr Programm auch über das Internet, manche ausschließlich. Das Angebot ist riesig, und es ist nicht schwer, in seinen Genuss zu kommen. test.de sagt, wie Hörer den Überblick behalten wie sie die neue Programmvielfalt am besten empfangen. Dazu im Schnelltest: zwei reine Internetradios. Mit ihnen klappt der Empfang auch ohne Computer.

Für jeden Geschmack etwas

Internetradio Schnelltest

Japanischer Punkrock, brasilianischer Samba, Popmusik aus dem Kongo oder Country aus den Südstaaten der USA – das Internet bedient jeden noch so ausgefallenen Musikgeschmack. Tausende Radiosender aus aller Welt sind schon im Netz vertreten. Zusätzlich gibt es Webradios, die ausschließlich via Internet zu hören sind. Nicht nur Musikfreunde finden im Netz, was sie suchen, auch Neugierige können Fremdsprachenkenntnisse auffrischen oder Informationen aus der Heimatregion hören.

DSL und Flatrate nötig

Internetradio Schnelltest

Voraussetzung ist ein schneller DSL-Netzzugang, am besten zum Pauschalpreis (Flatrate), sonst wird es teuer. Hören kann man Internetradio über die Soundkarte des Computers oder über ein spezielles Radiogerät, das sich ins Netz einwählt. Wir haben beide Varianten erprobt.

Internetradio mit Computer

Internetradio Schnelltest

Mit Computer:
Oben: Windows Media Player
(ab Version 4)
Anbieter: Microsoft, Preis: kostenlos.
Liegt Windows bei, spielt Internetradio nur ab, keine Aufnahmefunktion.
Darunter: Phonostar
Preis: kostenlos.
Kleines Werbefenster, dafür gute Programmtipps und Aufnahmefunktion.

Mit Computer:
Oben: Windows Media Player
(ab Version 4)
Anbieter: Microsoft, Preis: kostenlos.
Liegt Windows bei, spielt Internetradio nur ab, keine Aufnahmefunktion.
Darunter: Phonostar
Preis: kostenlos.
Kleines Werbefenster, dafür gute Programmtipps und Aufnahmefunktion.

Am preiswertesten ist es mit einem vorhandenen Computer, für den man nur noch ein Programm zum Abspielen der Radiodaten braucht. Das kann zum Beispiel der Media Player sein, der bei Windows schon vorinstalliert ist (bei Windows Media Player). Es gibt aber Programme, die mehr können und trotzdem nichts kosten, zum Beispiel Phonostar (bei Phonostar). Der Hörer muss damit nicht mehr die einzelnen Senderadressen im Netz ausfindig machen, sondern kann eine Liste mit Tausenden von Sendern nach verschiedenen Kriterien durchsuchen.

Rechner muss laufen

Wen diese Vielfalt überfordert, dem liefert Phonostar Programmtipps, darunter auch zu zahlreichen Hörspielen. Außerdem kann Phonostar Sendungen mitschneiden und im MP3-Format abspeichern. Dazu gibt es einen praktischen Timer, der wie ein Videorekorder auf einen bestimmten Zeitpunkt programmiert werden kann. Allerdings muss während der Aufnahme der Rechner laufen.

Internetradio ohne Computer

Internetradio Schnelltest

Ohne Computer:
Oben: Noxon iRadio
Anbieter: Terratec, Preis: ab 170 Euro.
Guter Monoklang und viele vorgespeicherte Sender, Liste vom Nutzer erweiterbar.
Darunter: InternetRadio 1
Anbieter: Technisat, Preis: ab 200 Euro. (inkl. Wandhalterung)
Schickes Gerät mit guter Ausstattung, aber vom Klang nicht ganz überzeugend.

Für Radiohörer, die nicht gern vor dem Bildschirm sitzen oder auch in der Küche oder im Bad nicht auf Internetradio verzichten wollen, sind die neuen Internetradiogeräte eine Option. Wir haben zwei dieser Empfänger getestet: das Noxon iRadio von Terratec und das InternetRadio 1 von Technisat. Zuerst müssen sie ins Netzwerk integriert werden. Dazu schließt man sie an den DSL-Router an. Das funktioniert über ein Netzwerkkabel oder ganz ohne Drahtverbindung per W-LAN, manchmal ist beides möglich. Die Radios wählen sich dann über den Router in das Internet ein.

Ordentlicher Empfang

Ist das Radio erst einmal online, sind die meisten Sender ordentlich zu empfangen. Dazu greifen die Radios auf vorgefertigte Listen von mehreren Tausend Sendern zurück. Beim Technisat-Gerät kann der Kunde diese Listen allerdings nicht verwalten. Ist der Lieblingssender nicht dabei, kann er ihn auf der Technisat-Homepage vorschlagen. Einfacher geht es beim Noxon iRadio: Besitzer des Gerätes können über eine Webseite selbst Stationen hinzufügen.

Spiegelnde Displays

Störend fallen allerdings die Displays der beiden Geräte auf. Sie sind nicht optimal ablesbar, da sie deutlich spiegeln. Dafür klingt das iRadio trotz des kleinen Mono-Lautsprechers relativ gut. Das InternetRadio 1 von Technisat holt dagegen nicht genug aus seinen zwei Boxen heraus. Beide Radios können auch an die HiFi-Anlage angeschlossen werden. Dann schallt es aus dem Netz ganz laut – egal ob Rock, Samba oder Pop.

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