Internettarife: Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

DSL- und Telefonanschlüsse: Breitband-Internetzugänge gibt es über DSL- oder über Kabelinternetanschlüsse. Auch bei Telefonanschlüssen stehen mehrere Techniken zur Verfügung: Alice, Arcor, T-Home und Versatel bieten, zumindest regional, noch klassische analoge oder ISDN-Festnetzanschlüsse. Die Telefonangebote der anderen sind IP-basiert. Dabei laufen Telefonate über den Router, der eine eigene Stromversorgung braucht. 1&1, congstar und freenet haben zwar keine eigenen Festnetzanschlüsse, bieten aber neben reinen DSL-Anschlüssen ohne Festnetz auch solche an, die man zu einem bestehenden Telekom-Festnetzanschluss hinzubucht. Das ist insgesamt teurer als ein DSL-Anschluss ohne Festnetz, dafür kann man aber auch bei Stromausfall oder DSL-Störung über den Festnetzanschluss weiter telefonieren.

Datenraten: Wie „schnell“ ein Internetzugang ist, hängt von den Datenraten ab, mit denen man darüber Daten aus dem Netz herunterladen (Download) oder auf Internetrechner hochladen (Upload) kann. Die Werbung ist beherrscht von sehr schnellen Anschlüssen mit Download-Raten bis zu 16 000 kbit/s oder noch mehr. Doch wer einfach nur schnell surfen und ­gelegentlich ein bisschen Musik und Filme aus dem Netz laden will, kommt schon mit 2 000 kbit/s aus.

Abrechnungsarten: Vereinzelt gibt es noch Internetangebote, die nach Online­zeit oder nach verbrauchtem Datenvolumen abgerechnet werden. Doch die sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Standard ist die sogenannte Datenflatrate, die unbegrenzten Datentransfer erlauben soll. Achtung: Bei ­Telefontarifen gelten Flatrates meist nur in bestimmte Netze und lohnen sich nur, wenn man regelmäßig sehr viel in diese Netze telefoniert.

Mindestlaufzeiten: Die meisten Anbieter wollen ihre Kunden für zwei Jahre binden. Auch Alice und congstar, die als einzige kurzfristige Verträge anbieten, locken inzwischen mit Preisnachlässen, wenn man sich auf 24 Monate Mindestlaufzeit einlässt. Man sollte gut überlegen, ob einem das die Einbuße an Flexibilität wert ist.

Kostenfallen: Oft wird mit günstigen Monatspreisen geworben, die nur für eine Einführungszeit gelten und sich dann erhöhen. Immer verbreiteter ist die Masche, den Kunden bei der Bestellung scheinbar kostenlose Zusatzdienste wie Virenschutzpakete unterzujubeln, die dann nach einer „Probe­zeit“ zum teuren Abo werden.

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