Internetprovider Test

Schnelles Internet, guter Service, kleine Preise: So wünschen sich Surfer ihren Internetprovider. Die Anbieter bringen das nur selten. Im Test: 10 Provider für schnelles Internet. Nur T-Home ist gut. test.de zeigt die Stärken und Schwächen von Alice über Freenet bis Versatel.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test Internetprovider.

30 Tage Wartezeit

Chaos bei der Einrichtung und Enttäuschung bei den Datenraten: Die Welt der schnellen Internetzugänge ist nicht so rosig, wie es die Anbieter versprechen. Einfach, schnell und sicher funktioniert der Zugang jedenfalls nicht. Das beginnt schon bei der Einrichtung. Im Schnitt vergeht zumindest ein Monat von der Bestellung bis zur Bereitstellung. Der schnellste Anbieter (T-Home) liefert den Anschluss in 14 Tagen, der langsamste (Versatel) braucht im Test über zwei Monate.

Chaos bei der Einrichtung

Die Stiftung Warentest hat 10 Anbieter getestet. 30 Testhaushalte – alle in und um Berlin – orderten jeweils einen Internet-Anschluss mit Telefon-Flatrate zum grenzenlosen Telefonieren. Arcor und Freenet schickten die benötigte Hardware (Splitter und DSL-Modem) zum Teil an falsche Adressen. Bei congstar verstrich der angekündigte Freischalttermin, ohne dass etwas geschah. Der Anbieter aktivierte den Anschluss erst ein paar Tage später.

Langsamer als gedacht

Mit dem Anschluss kommt dann oft die nächste Enttäuschung: Die schnellen Zugänge sind meist langsamer als die Werbung verheißt. Das ist kein Wunder. Die maximale Datenrate setzt optimale Bedingungen voraus: Nähe zur Vermittlungsstelle und ein ungestörtes Netz. Das gibt es im Alltag nur selten. Trotzdem protzen die Anbieter in ihrer Werbung stets mit maximalem Tempo. Bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde sollten die Testkunden bekommen. Die meisten mussten aber mit etwa 6 000 Kilobit vorlieb nehmen.

TV-Kabel am schnellsten

Die erreichbare Datenrate hängt vor allem vom Standort ab. Wer in der Nähe der DSL-Vermittlungsstelle wohnt, hat Glück: Hier flitzen die Daten am schnellsten. Die höchsten Datenraten im Test bietet Kabel Deutschland. Das ist technisch bedingt. Der Internetzugang via Fernsehkabel funktioniert schneller als die DSL-Verbindung via Telefondraht. Die Testkunden erreichten bei Kabel Deutschland Datenraten von 10 000 bis 26 000 Kilobit pro Sekunde. Das reicht zum schnellen Download ganzer Videofilme. Angekündigt hatte Kabel Deutschland allerdings bis zu 32 000 Kilobit pro Sekunde.

Testsieger T-Home

Das insgesamt beste Angebot im Test macht T-Home, die Festnetzsparte der Deutschen Telekom. Anmeldung und Einrichtung funktionieren hier fast perfekt. T-Home lieferte binnen 14 Tagen. Wer Fragen hat, kontaktiert am besten die Hotline: Die hilft schnell und kompetent. Der E-Mail-Support ist dagegen nur ausreichend. Beratung insgesamt: befriedigend. T-Home bietet viele Zusatzleistungen, wie Internetfernsehen und Video on Demand. Kostenpflichtig, versteht sich. T-Home ist nicht nur der beste, sondern auch der teuerste Anbieter im Test. Schon der Basistarif liegt mit 29,95 Euro im Monat etwa 10 Euro über der Konkurrenz. Billiger und insgesamt befriedigend sind Arcor, Alice und O2. Auch das Angebot von Kabel Deutschland ist eine Alternative.

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