Internetprovider Test

Schnelle Verbindungen ins World Wide Web bieten alle Internetprovider. Mit bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde laden sie fast 300 Mal so schnell Daten aus dem Internet wie das schnellste analoge Modem. Doch wer sich mit unverständlichen Anleitungen und unfähigen Beratungshotlines herumärgern muss, dem vergeht bald der Spaß am schnellen Surfen. test.de zeigt die Schwächen der Internetprovider und gibt Tipps in Sachen DSL.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Internetprovider

Gute Technik

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Für ihre Verbindungen ins Internet haben alle Anbieter gute Zwischennoten bekommen. Sie funktionieren durchgängig und weitgehend störungsfrei. Die versprochenen Datenraten halten sie zumindest annähernd ein. Wer die hohen Geschwindigkeiten aber tatsächlich ausreizen möchte, sollte seinen Computer per Netzwerkkabel mit der DSL-Buchse verbinden. Die beliebten WLAN-Funknetze vermeiden zwar lästigen Kabelsalat. In der Praxis bremsen sie den Datenfluss in Hochgeschwindigkeit jedoch oft aus.

Chaos bei der Einrichtung

Der Ärger mit den Internetanschlüssen beginnt schon bei deren Bestellung und Einrichtung. Alice und freenet verschluderten beim Test jeweils einen Auftrag. Bei Alice und Versatel warteten die Testkunden vergeblich auf eine Verbindung ins Internet. Grund: Die Unternehmen ließen angekündigte Freischalttermine verstreichen, ohne die Kunden zu benachrichtigen. Versatel lieferte schließlich falsche Geräte aus und AOL buchte die Kosten für eine Internettelefonie-Flatrate vom Konto ab, die nie bestellt worden war. Kabel Deutschland schickt zwar Techniker ins Haus. Doch wenn diese falsche Geräte mitbringen oder erst vor Ort feststellen, dass ein Internetanschluss per Kabel nicht möglich ist, ist auch niemandem geholfen. Nur bei 1&1 verlief die Einrichtung komplett problemlos.

Schlechte technische Unterstützung

Noch herbere Enttäuschungen kann erleben, wer sich mit technischen Fragen an seinen Anbieter wendet: Bei freenet hängen Testanrufer im Schnitt 14 Minuten in der Warteschleife. Deutlich länger warteten sie auf Antworten per E-Mail. freenet schrieb - wenn überhaupt - erst nach mehr als 17 Tagen zurück. Doch selbst wer einen Ansprechpartner erreicht, bekommt selten eine qualifizierte Auskunft. Schon so banale Fragen wie nach der maximalen Größe von E-Mail-Anhängen wussten einige Mitarbeiter nicht zu beantworten. Ganz zu schweigen von kniffligen Anliegen wie Kinderschutzmechanismen oder dem Einrichten einer eigenen Homepage.

Benachteiligung durch AGB

Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben ihre Tücken. Zahlt ein Surfer seine Rechnungen nicht, drohen einige Anbieter mit Sperrung des Internetzugangs. Die Regelungen des neuen Telekommunikationsgesetzes lassen sie dabei gern außer Acht: Die Schulden müssen mindestens 75 Euro betragen und die Sperrung unter anderem zwei Wochen vorher angekündigt werden. Auch beliebt: Preiserhöhungen ohne Widerspruchsrecht des Kunden. Solche Klauseln benachteiligen Kunden unangemessen und sind daher rechtlich unwirksam.

Kein gutes Gesamturteil

Fazit: Kein Internetprovider ist gut. Mit einem befriedigenden Qualitätsurteil (Note: 2,6) bietet T-Online noch die beste Verbindung ins Internet und die komfortabelsten Zusatzleistungen. Gute Noten für Komfort und Internetverbindung erhielt auch die etwas preiswertere 1&1 Internet AG.

Download:  Übersicht DSL-Tarife

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