Internetprovider Test

Lange Wartezeiten bei der Einwahl ins Internet sind vorbei. Die Technik der Provider ist auf der Höhe der Zeit. Nur der Service nicht: Fragen per E-Mail werden oft gar nicht beantwortet. Im Test: 18 überregionale Internetprovider. test.de zeigt die billigsten, die schnellsten und die kundenfreundlichsten Provider.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Internetprovider

Preis: Freenet, Telekom und Arcor günstig

Die billigsten Angebote machen Freenet, Telekom und Arcor. 10 Stunden Internet kosten bei Freenet nur 6,56 Euro. Ohne Anmeldung, bezahlt wird über die Telefonrechnung. Der Tarif heißt Internet-by-Call. Die Stiftung Warentest hat mehr als 100 Tarife von 18 Anbietern verglichen. Nicht nur die Minutenpreise, auch Grundgebühren und Mindestumsätze sind anteilig berücksichtigt. Der test-Kompass zeigt die besten Angebote für Wenig-, Normal- und Vielsurfer. Die Tarife gelten für die Einwahl über ein analoges Modem oder ISDN. Die meisten Kunden nutzen diese herkömmliche Technik.

Technik: Freenet am besten

Bei der Einwahl gibt es praktisch keine Probleme. Alle Provider haben ihre Technik im Griff. Auch der Download von Daten funktioniert mindestens befriedigend. Freenet schafft als einziger Anbieter ein „Sehr gut“ in puncto technischer Leistung. Einige Provider haben dagegen Probleme beim Download aus den USA. Wer oft auf amerikanischen Seiten surft, sollte auf NGI, Lycos/Commundo, Debitel oder MSN ausweichen.

Service: Keine Antwort auf E-Mails

Neben Preis und Leistung zählt der Service. Vor allem für Anfänger. Wie baue ich eine Internetverbindung auf? Wie schütze ich mein Kind vor Pornoseiten? Wer seinen Provider via E-Mail fragt, bleibt häufig dumm. Vor allem die großen Provider bekleckern sich nicht mit Ruhm. Compuserve und Tiscali beantworteten keine einzige Mail. Auch Arcor, AOL, MSN, Freenet und T-Online bedienen den Service nur sporadisch: Sie beantworteten bestenfalls jede zweite Mail. Trotz Nachfrage.

Kleine Anbieter sind besser

Kleinere Anbieter wie NGI, VR-Web, Activepp und Bycall24 zeigen, wie es geht: Sie helfen dem Ratsuchenden innerhalb weniger Stunden mit einer kompetenten Antwort via E-Mail. Auch Profis mit besonderen Wünschen (Beispiel: Kanalbündelung) werden hier am besten bedient. Bei den großen Anbietern bleibt den Kunden nur die telefonische Hotline. Die ist besser erreichbar – aber auch nicht immer kompetent.

DSL ist angesagt

Auch, wenn die Technik der Provider gut funktioniert: Richtig schnell wird das Surfen erst mit DSL. Immer mehr Menschen nutzen den Breitbandzugang fürs Internet. Allein die Telekom zählt über drei Millionen DSL-Kunden. DSL-Nutzer werden über die Telefonleitung direkt ans Netz gekoppelt. Die Einwahl über das DFÜ-Netzwerk des Rechners entfällt. DSL-Verbindungen sind bis zu zwölfmal schneller als ISDN und analoge Modems. Onlinespiele und Videodownloads werden durch DSL erst in erträglichem Tempo möglich. Aber auch der simple Aufruf von Internetseiten macht mit DSL-Geschwindigkeit mehr Spaß.

DSL ab 3,99 Euro

Kein billiges Vergnügen. Mit ISDN-Anschluss kostet DSL mindestens 17 Euro, bei analogem Anschluss mindestens 24 Euro im Monat. Eingerechnet ist jeweils der Anschluss sowie 3,99 Euro für den billigsten Tarif. Der ist von GMX und gilt für ein Volumen von 1 000 Megabyte. Das reicht um etwa 33 000 Webseiten aufzurufen, 250 000 E-Mails zu schreiben oder 240 MP3-Musikdateien herunterzuladen. Powersurfer und Onlinespieler brauchen mehr Volumen. Sie sind mit einer Flatrate am besten bedient. Grenzenlos surfen und unbegrenzt downloaden kostet ab 15,90 Euro im Monat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1395 Nutzer finden das hilfreich.