Internetnepp Meldung

Die Abzocke im Internet hat viele Gesichter. Hier kommt sie als Weihnachtsgewinnspiel daher.

Die Abzocke im Internet hat viele Gesichter. Hier kommt sie als Weihnachtsgewinnspiel daher.

Viele Internetanbieter werben mit kostenlosen Diensten, doch hat sich der Nutzer angemeldet, folgt die Rechnung. Auf der Webseite ist trickreich versteckt, dass eine Anmeldung Geld kostet. Vor Gericht kommen die Firmen damit nicht durch.

Den Betreibern der Ahnenforschungs-Website www.genealogie.de hat das Landgericht Frankfurt am Main diese Masche untersagt (Az. 2/03 O 856/06; nicht rechtskräftig). Nutzer klicken dort unbedarft das Feld „AGB gelesen“ an, da sie annehmen, dass das nur für ein Gewinnspiel nötig sei. Doch später kommt eine Rechnung über 50 Euro. Wer nicht zahlt, bekommt vom Bonner Anwalt Boris Hoeller ein Mahnschreiben, das wie Behördenpost wirkt.

Auch die Seite www.alphaload.de ist für Nutzer irreführend. Sie wirbt für angebliche Gratisdownloads, obwohl im Kleingedruckten steht, dass Downloads nach 14 Tagen etwas kosten. Allein ein Hinweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen reicht nicht, entschied das Landgericht Berlin (Az. 96 O 175/07; nicht rechtskräftig).

Der Nepp im Netz weitet sich aus. Zuletzt machte die Seite www.my-adventskalender.de Schlagzeilen. Hier wurde versteckt, dass die Teilnahme an einem Gewinnspiel 59 Euro kostet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Betreiber abgemahnt.

Tipp: Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale, bevor Sie bezahlen. Die Anbieter gehen so gut wie nie vor Gericht, wenn Kunden für solchen Nepp nicht zahlen.

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