Internethandel Meldung

Steuerfahnder überprüfen, ob Anbieter im Internet steuerpflichtige Gewinne aus Verkäufen am Finanzamt vorbeimogeln. Die niedersächsische Steuerverwaltung wollte die Umsätze und verkaufte Artikel von Verkäufern wissen, die in den Jahren 2007 bis 2009 Waren für mehr als 17 500 Euro im Jahr über Amazon-Marketplace verkauft hatten.

Dagegen wehrte sich Amazon.de zwar und bekam in erster Instanz Recht. Die Fahnder erhalten aber nur deshalb keine Auskünfte, weil nicht Amazon.de über die Daten verfügt, sondern die ausländische Schwestergesellschaft Amazon Services in Luxemburg (Niedersächsisches Finanzgericht, Az. 5 K 397/10). Die Richter haben Revision zugelassen. Nun muss der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden.

Schon jetzt darf das Finanzamt bei konkretem Verdacht Auskünfte über Onlineverkäufer verlangen. So flog ein Ehepaar auf, das in dreieinhalb Jahren über 1 200 gesammelte Dinge verkaufte und damit pro Jahr zwischen 20 000 und 35 000 Euro Erlös erzielte – weit über der umsatzsteuerfreien Grenze für Kleinunternehmer von 17 500 Euro im Jahr. Ob es 11 517 Euro Umsatzsteuer nachzahlen muss, muss der BFH entscheiden (Az. V R 2/11).

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