Nachdem monatelang jede neue Internetfirma an der Börse hochgejubelt wurde, sind die Analysten und Medien inzwischen dazu übergegangen, den "Dotcoms" kräftig einzuheizen. Die Kurse an der Börse fahren Achterbahn und erste Unternehmen stürzen bereits ab. Der New Yorker Philip Kaplan demonstriert im Internet unter der Adresse www.fuckedcompany.com, dass den Gerüchten und Spekulationen um das Überleben neuer Firmen auch humoristische Seiten abzugewinnen sind. Besucher der Website können auf das Überleben oder den Absturz von Dotcoms Wetten abschließen.

Mehr als 20.000 Spieler sind inzwischen dabei. Sie geben Tipps ab, wann welches Unternehmen wegen Kunden- oder Kapitalmangel schon bald in Schwierigkeiten geraten wird.

Seriösere Internetanbieter beschränken sich stattdessen auf die Nennung der Firmen, die sich bereits wieder verabschiedet haben, so das US-Magazin Upside Today (www.upsidetoday.com) mit dem "Dotcom Graveyard".

In Deutschland lässt das Hamburger Nachrichtenmagazin unter der Internetanschrift www.spiegel-online.de auf dem "Friedhof der Dotcoms" alle Firmen, die im Netz groß geworden sind, in Frieden ruhen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 50 Nutzer finden das hilfreich.