Der Verbraucherschutzverein (VSV) hat die französische Internetbank first-e abgemahnt, weil deren Geschäftsbedingungen, die unter anderem die Sicherheit der Einlagen betreffen, den Kunden benachteiligen.

First-e bietet via Internet auch in Deutschland Tagesgeldkonten zu Spitzenzinssätzen an. Und das bei zunächst erstklassiger Sicherheit. Denn die französische Einlagensicherung schützt pro Anleger bis zu 70.000 Euro (136.908 Mark) auch im Fall einer Bankenpleite. Finanztest-Leser, die ein Konto eröffneten wollten, irritierte jedoch eine merkwürdige Klausel in den Geschäftsbedingungen. Darin behält sich first-e vor, die Geschäftsverbindung mit dem Kunden ganz oder teilweise auf ein anderes Kreditinstitut zu übertragen. Darüber werde die Bank informieren. Durch die Übertragung, heißt es weiter, könne es zu "Einschränkungen in Bezug auf die gewählte Einlagensicherung kommen".

Diese Klausel hält der Verbraucherschutzverein für unzulässig, weil sie dem Kunden nicht die Möglichkeit zu einer rechtzeitigen Kündigung einräumt. Die Formulierung lasse vielmehr zu, Anleger erst nachträglich über den neuen Vertragspartner zu informieren, bei dem das Geld eventuell weniger sicher aufgehoben ist. Der VSV hat first-e aufgefordert, die strittige Klausel nicht mehr zu verwenden. Sonst droht der Bank eine Klage vor Gericht.

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