Azubo: Rückwärts

Im November 2003 sind vier ehemalige Telekom-Azubis aus Krefeld mit einem Auktionshaus online gegangen, das den Spieß einfach umdreht. Im Unterschied zum üblichen Prinzip, bei dem der Höchstbietende die Auktion gewinnt, fällt bei der aus Holland stammenden Countdown-Auktion der Preis, bis ein Käufer zuschlägt und den Artikel erwirbt.

So funktionieren Azubo-Auktionen: Der Verkäufer gibt den Startpreis, die Laufzeit und den Mindestverkaufspreis an. Der Computer berechnet nun die Zeitspanne, in der der Preis jeweils um einen Cent fällt. Wenn zum Beispiel ein Handy über eine Laufzeit von fünf Tagen verkauft werden soll, der Startpreis 500 und der Mindestpreis 200 Euro beträgt, dann fällt der Auktionspreis alle 14,4 Sekunden um einen Cent. Bei dieser Versteigerungsart gilt der Grundsatz: Je länger man wartet, um so günstiger wird der Artikel. Andererseits vergrößert sich das Risiko aber stetig, dass ein anderer dem Interessenten den Artikel vor der Nase wegschnappt.

Inzwischen laufen auf Azubo monatlich über 100 000 Auktionen und die Mannschaft ist auf elf Mitarbeiter angewachsen.

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