Internetauktionen

Internetauktionen: Das sollten Sie vor dem Versteigern bedenken

Der interna­tionale Markt­führer für Internetauktionen ist Ebay. Auch bei Konkurrenten wie Hood oder Catawiki können vom heimischen PC aus Waren versteigert oder ersteigert werden. Mit ein wenig Glück erzielen Verkäufer so für Omas Steh­lampe aus den 60er Jahren einen Lieb­haber­preis. Es kann aber auch passieren, dass ein kost­spieliges Gerät oder Fahr­zeug für wenige Euro abge­geben werden muss. Wenn das Auktions­prinzip gewählt wird, gilt es verbindlich.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Das sollten Sie vor dem Versteigern bedenken

Auktionen sind riskant

Internetauktionen haben einen Vorteil: Mitunter bekommen Verkäufer für ausrangierte Dinge mehr Geld als zuvor gedacht. Wer den Keller entrümpelt oder Dinge buch­stäblich um jeden Preis loswerden will, kann von einer Auktion deshalb durch­aus profitieren. Ein nied­riger Start­preis für ein Fahr­zeug oder eine kost­spielige Stereo­anlage sorgt bei Auktionen für viel Aufmerk­samkeit. Doch das birgt ein Risiko: Manchmal gibt es für ehemals teure Dinge nur sehr wenig Geld.

Abbruch von Auktionen ist verboten

Wenn eine Internetauktion nicht so läuft wie erwartet, darf sie nicht einfach abge­brochen werden. Der Bundes­gerichts­hof hat entschieden, dass Verkäufer nur bei Diebstahl, Zerstörung der Ware oder bei einem Irrtum ihre Auktionen stoppen dürfen (Az. VIII ZR 284/14). Die Ware muss in diesem Fall zu dem bei Abbruch gültigen Höchst­gebot geliefert werden. Falls das nicht möglich ist, wird dem Käufer mit dem höchsten Gebot Schaden­ersatz zugesprochen.

Alternative: Fest­preis oder Mindest­preis fest­legen

Wenn Sie unbe­dingt eine bestimmte Summe für Ihre Ware erhalten möchten, sollten Sie einen Mindest­preis oder einen Fest­preis fest­legen. Bei Ebay, Hood und einigen anderen Anbietern ist das möglich. Bedenken Sie dabei, dass für Verkäufer bei Internetauktionen auch noch eine Provision fällig wird, die sie dem Auktions­haus zahlen müssen. Bei Ebay sind es 10 Prozent des erzielten Verkaufs­preis, höchs­tens 199 Euro. Eine Alternative sind sogenannte Flohmarkt-Apps wie Shpock oder Quoka, genau wie Internet­seiten für Klein­anzeigen wie klein­anzeigen.de oder ebay-klein­anzeigen.de. Bei ihnen erreicht man zwar meist nur potenzielle Käufer aus der Region, doch Verkäufer können die Preise oder eine Verhand­lungs­basis fest­setzen. Sie müssen auch keine Provision zahlen.

Verkäufe sind mitunter steuer­pflichtig

Einige Verkäufer schaffen es, bei Ebay auf satte Neben­verdienste zu kommen. Der Erlös von privaten Verkäufen ist zwar prinzipiell steuerfrei, doch wer durch geschickten Handel und Spekulationen hohe Gewinne erzielt, wird steuer­pflichtig. In unserem Special Steuerfallen für Ebay-Händler erklären wir, wann das Finanz­amt bei Online­verkäufen nach­hakt.

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2 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 26.10.2016 um 09:17 Uhr
Zurück in die Gegenwart

@Kaledo
Da ist wohl jemand auf der falschen Taste gelandet. Vielen Dank für den Hinweis! Ist korrigiert.
(aci)

Kaledo am 25.10.2016 um 18:45 Uhr
Kleinigkeit

"Diese Meldung ist am 6. September 2016 auf test.de erschienen. Wir haben sie am 25. Oktober 2015 aktualisiert." meint doch sicherlich den 25. Oktober 2016. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Mit freundlichem Gruß
Kaledo