Internet und Telefon Test

Quasselstrippen und Dauersurfer im Internet können ihren Geldbeutel schonen. Telefondienstleister bieten zum Festpreis Internetzugang und Telefonieren ins Festnetz rund um die Uhr. Die Doppelflatrate entlastet auch die Familienkasse. Finanztest hat die Tarife von Telekom, Arcor, Alice und Versatel verglichen. Die Komplettanbieter verlangen für die Doppelflatrate zwischen 35 und 50 Euro im Monat. Allerdings bleibt Kunden auf dem flachen Land oft nur die Telekom als Anbieter.

Anrufe ins Ausland und auf Handy kosten extra

Mit dem Pauschalpreis für die Doppelflatrate sind aber längst nicht alle Kosten gedeckt. Gespräche ins Mobilfunknetz und ins Ausland müssen extra bezahlt werden. Der Telekom-Pauschalpreis gilt sogar nur für Telefonate ins eigene Netz. Ihr Tarif Call & Surf Comfort ist dazu mit monatlich 49,95 Euro der teuerste. Dafür ist der Kunde mit der höchsten Datenübertragungsgeschwindigkeit von 6 Megabit pro Sekunde online unterwegs. Der preiswerteste Anbieter Versatel verlangt für sein Kombipaket mit 2 Megabit pro Sekunde 34,98 Euro.

Nur Alice-Vertrag ist jederzeit kündbar

Ohne einen Telefonanschluss und eine DSL-Internetverbindung bleibt die Leitung tot. Etwa 90 Prozent der deutschen Haushalte können mit einem DSL-Anschluss ausgestattet werden. Versatel verlangt von vorn herein keine Bereitstellungsgebühren, die anderen verzichten vielfach aus Werbegründen darauf. Acht geben sollte der Kunde darauf, wie lange er sich bei Vertragsabschluss bindet. Bei Arcor und Versatel ist die Mindestlaufzeit mit 24 Monaten am längsten. Alice-Kunden können jederzeit mit einer vierwöchigen Frist zum Monatsende kündigen. Bei der Telekom ist die Vertragslaufzeit mindestens ein Jahr.

Kabelnetzbetreiber als Alternative

Auch Firmen wie 1&1 oder freenet bieten Surfen und Telefonieren im Paket. Sie vermarkten DSL-Anschlüsse der Telekom unter eigenem Namen. In der Fachsprache werden sie als DSL-Reseller (Wiederverkäufer) bezeichnet. Ihre Angebote sind häufig viel günstiger als die Tarife der Komplettanbieter. Doch der Kunde muss hier zusätzlich noch die monatliche Grundgebühr für den Telefonanschluss der Telekom bezahlen. Damit kommt er fast auf den gleichen Preis. Auch Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland oder der Regionalanbieter Ish vermarkten Kombiprodukte. Sie nutzen die TV-Kabeldose als Auffahrt auf die Datenautobahn. Wie bei den Festnetzanbietern - außer der Telekom - gilt auch für die Kabelunternehmen: Sie erreichen nicht alle Haushalte.

Service-Wüste bei den Festnetzanbietern

Wer zu einem Komplettanbieter wechselt, darf sich auf dessen Service aber keinesfalls verlassen. Rund 7 700 Festnetzkunden haben sich bei einer nichtrepräsentativen Online-Umfrage von Stiftung Warentest beteiligt. Ein Großteil ist unzufrieden mit der Servicequalität. Bei 40 Prozent der an der Umfrage beteiligten Wechsler, beginnt der Leidensweg ab der ersten Stunde. Entweder müssen sie länger warten als gedacht, es klemmt bei der technischen Umstellung oder die Abrechnung erscheint den Neukunden unverständlich. Etwa die Hälfte der Probleme wurde entweder gar nicht oder nur teilweise aus Sicht der Kunden gelöst. Kritikpunkt Nummer eins ist die kundenunfreundliche Art der Anbieter mit Beschwerden umzugehen. Drei Vietel der Kunden beklagen den mangelnden Nutzen der Service-Auskünfte. Diese Kritik trifft alle Anbieter.

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