Internet und Ferntourismus Meldung

Der Kauf von Medikamenten über das Internet oder auf Auslandsreisen birgt gesundheitliche Risiken, vor allem bei undurchsichtigen Bezugsquellen außerhalb der EU. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät, auf fehlende Geschäftsbedingungen oder vage Formulierungen zu achten und auf eine mangelhafte Deklaration von Inhaltsstoffen.

Aufgefallen war das Angebot rezeptpflichtiger Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Finasterid: Das Zentrallabor Deutscher Apotheker stellte fest, dass die Kennzeichnung von Inhaltsstoffen und -mengen oft nicht den Tatsachen entsprach. Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde beanstandete Internetangebote der Schlaf- und Beruhigungsmittel Ambien, Xanax und Ativan sowie des Antidepressivums Lexapro: Die Fälschungen waren mit einem hochpotenten neuroleptischen Wirkstoff verunreinigt. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker warnt ebenfalls Ferntouristen in Drittweltländer: Besonders häufig seien Fälschungen der Potenzmittel Viagra, Cialis und Levitra – sie enthielten oft keinerlei Wirkstoff.

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