Internet und Datenschutz Meldung

Immer mehr Menschen stellen Persönliches ins Internet. Und es wird immer leichter, es dort zu finden.

Vor zwanzig Jahren waren viele Bundesbürger angesichts der Volkszählung besorgt, dass sie zu „gläsernen Bürgern“ werden, wenn sie zu viele Daten von sich preisgeben. Diese Sorge scheint heute für viele keine Rolle mehr zu spielen. Ob auf der eigenen Homepage, in Internet-Tagebüchern oder in Gemeinschafts- und Karrierenetzwerken wie Myspace, Facebook oder Xing – besonders junge Menschen breiten ihr Privatleben eifrig im Internet aus. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage veröffentlicht die Hälfte aller 14- bis 29-Jährigen private Informationen im Netz. Was manch einer nicht bedenkt: Dort sind sie nicht nur für Freunde und Eingeweihte, sondern für jedermann einsehbar.

Und es wird immer einfacher, personenbezogene Daten im Netz gezielt aufzuspüren. Schon lange ist es ein beliebter Spaß, bei Suchmaschinen wie Google den eigenen Namen einzugeben und zu sehen, was das Netz über einen weiß. Inzwischen gibt es vermehrt Seiten wie www.spock.com, die darauf spezialisiert sind, persönliche Informationen im Netz zu ordnen und schnell verfügbar zu machen. Umso mehr sollte man abwägen, welche Daten man ins Netz stellt. Muss wirklich jedermann Geburtsdatum, Hobby, Lieblingsfarbe und die Fotos vom Junggesellenabschied kennen? Einmal veröffentlicht, sind solche Informationen oft nur schwer wieder zu löschen.

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