Breitband-Verfügbarkeit: Weiße Flecken auf der Landkarte

2,4 Millionen Haushalte. In größeren Städten hat man meist die Wahl zwischen mehreren schnellen Wegen ins Internet – per DSL, Fernsehkabel oder UMTS. In manch ländlichen Gegenden ist das anders. Nach Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es rund 2,4 Millionen Haushalte in Deutschland, für die keine „leistungsfähigen Breitband­an­schlüs­se“ mit Übertragungsraten von mindestens 1 Megabit pro Sekunde verfügbar sind. Die Bundesregierung strebt an, dass bis Ende 2010 solche Anschlüsse flächendeckend verfügbar sind. Um das zu erreichen, will sie den Ausbau von kabelgebundenen Anschlüssen fördern. Zum anderen setzt sie auf die sogenannte „digitale Dividende“: Funkfrequenzen, die durch die Digitalisierung der Fernsehausstrahlung freigeworden sind, sollen für schnelle Mobilfunkverbindungen mit der UMTS-Nachfolgetechnik LTE (Long Term Evolution) genutzt werden.

Neue Frequenzen. Die neuen Frequenzen sollen zunächst für unterversorgte Regionen vergeben werden. Die Versteigerung plant die Bundesnetzagentur fürs zweite Quartal 2010. Wie schnell die weißen Flecken auf der Breitbandkarte dann gefüllt werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin bleiben Satelliten für manch einen der einzige schnelle Weg ins Internet.

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