Internet der Dinge

Nutzen und Gefahren von vernetzten Produkten

7
Inhalt

Auto

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Anbieter

Nutzen. Staus umfahren dank Live-Verkehrs­daten. Reparaturbedarf früh erkennen. Auto­matische Notrufe bei Unfällen.

Gefahren. Daten­diebstahl. Ortung lässt auf Gewohn­heiten schließen. Hacker könnten Motor, Bremsen und weitere Systeme ­deaktivieren oder fern­steuern. Beim Hersteller Jeep gelang das bereits.

Kamera

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Stiftung Warentest

Nutzen. Mit Kameras lässt sich aus der Ferne Privatbesitz bewachen und das Wohl von Kindern oder Pflegebedürftigen kontrollieren.

Gefahren. Hacker könnten die Kamera fern­steuern und den Besitzer mit Video und Ton über­wachen. Der Stiftung Warentest gelang das bei einem Versuch mit zwei Babycams (Spektakuläre Sicherheitslücken).

Puppe

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Stiftung Warentest

Nutzen. Die nur in den USA erhältliche „Hello ­Barbie“ unterhält sich mit Kindern.

Gefahren. Die ­Gespräche werden als ­Audiodateien auf ­Firmen­servern ­gespeichert. Stiehlt ein ­Hacker die ­Daten, dient ihm die Puppe als Spion im ­Kinder­zimmer.

Fitness­armband

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Stiftung Warentest

Nutzen. Die Bänder spor­nen zu körperlicher ­Aktivität an. Träger können ihre Leistungen und ihre Gesundheit über­wachen.

Gefahren. Bei zwei von der Stiftung Warentest geprüften Modellen hatten Fremde unter bestimmten Umständen Zugriff auf die Daten des Trägers – ohne Pass­wort­eingabe (Test Fitnessarmbänder, test 1/2016).

Fernseher

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Thinkstock

Nutzen. Mehr Unterhaltungs­angebote durch Apps, Online­video­theken und den inter­aktiven Video­text­nach­folger HbbTV.

Gefahren. Hersteller und TV-Sender erfassen Nutzungs­gewohn­heiten. Hacker könnten Besitzer über im Gerät verbaute Mikrofone und Kameras in der eigenen Wohnung ausspionieren.

Gabel

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Fotolia / L. Hansdottir

Nutzen. Die „Hapifork“ misst das Esstempo. Das soll vor Überge­wicht schützen und Verdauungs­störungen verhindern.

Gefahren. Die Daten der Begleit-App ­lassen Rück­schlüsse auf den Lebens- und ­Ernährungs­stil des Nutzers zu.

Zahnbürste

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Mauritius Images, Stiftung Warentest (M)

Nutzen. App analysiert Putz­verhalten und gibt Tipps (Test Elektrische Zahnbürste, test 3/2016). Der Nutzer kann die Daten dem Zahn­arzt zeigen.

Gefahren. Putz­daten könnten künftig bestimmen, welchen ­Anteil der Behand­lungs­kosten Patienten selbst bezahlen und welche Beiträge Versicherungen verlangen.

Thermostat

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Fotolia, Anbieter (M)

Nutzen. Die Heizung lässt sich aus der Ferne an- und ausschalten. So muss sie nicht dauer­haft laufen. Das spart Energie.

Gefahren. Kälte oder ­Hitze bei Systemstörungen. Anhand der Heiz­daten lassen sich ­Aktivitäten, Routinen und Abwesenheit erkennen. Das erleichtert Einbrechern die Arbeit.

Herz­schritt­macher

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Mauritius Images, Fotolia / R. Kneschke (M)

Nutzen. Der betreuende Arzt kann die Gesundheit des ­Patienten kontinuierlich über­wachen. So lassen sich bedrohliche Entwick­lungen früh erkennen.

Gefahren. Hacker könnten den Patienten schädigen oder gar töten, indem sie das Gerät manipulieren oder deaktivieren. Alternativ ­könnten sie ihn mit solchen Szenarien erpressen.

Türschloss

Internet der Dinge - Was ist das, was bringt das, wie riskant ist das?
© Anbieter

Nutzen. Tür schließt auto­matisch, wenn der Besitzer geht, und öffnet, wenn er ankommt. Per App kann er Freunde aus der Ferne einlassen.

Gefahren. Einbruch durch Hacker. Bei Fehl­funk­tionen wäre der Besitzer eventuell aus der eigenen Wohnung ausgeschlossen.

7

Mehr zum Thema

  • Daten­sicherheit 10 Tipps für sicheres Surfen

    - Hacker, Viren, Sicher­heits­lücken – im Internet wimmelt es nur so vor Gefahren. Mit den folgenden 10 Tipps der Stiftung Warentest schützen Sie PC, Smartphone und andere...

  • VPN-Dienste Preis-Wirr­warr bei NordVPN

    - Ein Dienst, drei Probleme: Beim Anbieter NordVPN schwanken die Preise bedenk­lich. Mitunter wird die Mehr­wert­steuer nicht ange­zeigt. Und iPhone-Nutzer sollen mehr zahlen.

  • VPN-Test Hilf­reich gegen Hacker – VPN-Dienste im Vergleich

    - Kaum jemand kennt sie, doch fast jeder braucht sie: VPN-Dienste schützen vor Daten­raub durch Hacker im offenen WLan. Der VPN-Test zeigt die besten Programme.

7 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

romino am 15.01.2017 um 20:28 Uhr
Stromverbrauch

@micha.schade: Man muss schon genau rechnen: 0,5 W/Gerät * 24h * 365Tage = 4,38kWh/a oder etwas mehr als 1,09 Euro/a Stromkosten/Gerät bei rund 0,25Euro/kWh ... klingt nicht viel, kann sich aber auch Summieren.

micha.schade am 15.01.2017 um 10:41 Uhr
Stromverbrauch

@mikesch_x. In Mathe nicht aufgepasst? Bei 0,5 W müssten 2000 Geräte eine Stunde in Betrieb sein, um 1 kWh zu "verbrauchen". Ich glaube, Stromverbrauch taugt als Argument nicht so recht. Außerdem ist das Internet beim Smart Home nicht zwingend erforderlich. Ein gut abgesichertes WLAN sollte reichen. Wem das nicht reicht, stellt um auf KNX. Ist die Frage ob man Smart Home will oder nicht. Wenn man's nicht will - ist okay. Aber dann sollte man andere, die's wollen nicht als Blödmänner hinstellen o. ä. Ich kaufe mir ja auch keine VR-Brille, bin aber mit Leuten befreundet, die eine haben und freu mich mit ihnen. Jedem Tierchen sein Plaisirchen!

hardy66954 am 14.01.2017 um 07:12 Uhr
Internet der Dinge

war stolz you tube auf meinem Fernseher an Router angeschlossen zu haben!!
WM-Handball BRD/Ungarn konnte ich dennoch nicht ganz sehen, irgendwer fühlte sich bei den Rechten wieder auf den Schwanz getreten... technischer Verstand nützt nicht immer!!

erich_f am 13.01.2017 um 19:50 Uhr
Und wie funktioniert die Praxis?

Alle Smart-Geräte im Haus gehen üblicherweise übers WLAN ins Internet und müssen im Router konfiguriert sein.
Fall1: Ohne Voranmeldung gibt der Router seinen Geist auf und muss ausgetauscht werden. Wer seine aktuellen Routereinstellungen nicht aktuell gesichert hat und das sind fast alle Nutzer, der hat jetzt richtig viel zu tun, damit sein Home wieder smart wird.
Fall 2: Die WLAN-Technologie entwicklet sich zügig weiter. Mal gibts neue Normen, mal andere Übertragungstechnologien, mal andere Frequenzbänder. Werden die Smart-Home-Geräte austauschbare Netzmodule haben oder muss ich deswegen gleich den Kühlschrank auswechslen, damit das WLAN-Netz keine Geschwindigkeitsbremser bekommt?
Der Trend der Hersteller ist leider nicht mehr, dass der Kunde möglichst lange Freude am Produkt hat, sondern dass die Produkte möglichst schnell erneuert werden. Un wer soll das dann bitte noch bezahlen können, bei den stagnierenden Gehaltssteigerungen der Arbeitnehmer.

Thorsten.Maverick am 23.04.2016 um 20:34 Uhr
Viele Autos sind immer online

Z. B. alle neueren BMWs. Es wird alles mögliche gespeichert, insbesondere wo das Auto ist. Es gibt damit keine Privatsphäre mehr, es ist noch viel schlimmer als beim Handy. Die Autos sind aus dem Netz angreifbar, weil alles am selben Bus hängt. Viele Daten werden unverschlüsselt übertragen. Das ist etwas, was ich nicht will. In meinen Augen ist das auch illegal, weil ich es nicht unterbinden kann. Einen Mac kann man wenigstens komplett abdichten, das geht beim Auto nicht. Siehe dazu http://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-9-Was-moderne-Autos-speichern-und-wie-man-an-die-Informationen-herankommt-3166885.html