Wer einen kabellosen Internetzugang (WLAN) hat, muss ihn vor unberechtigten Zugriffen schützen (Bundesgerichtshof, Az. I ZR 121/08). Internetnutzer müssen den Schutz aber nicht ständig an den Stand der Technik anpassen. Es reicht, die üblichen Maßnahmen zum Zeitpunkt der Erstinstallation zu treffen. Dazu gehört ein selbstgewähltes, langes Passwort. In dem entschiedenen Fall hatten Unbefugte Musik heruntergeladen, während der Inhaber des Internetanschlusses im Urlaub war. Der Urlauber hatte sein WLAN zwar mit einer Standardverschlüsselung versehen. Das vom Gerätehersteller voreingestellte Passwort hatte er aber nicht verändert. Er muss nun die Abmahnkosten für die Verletzung des Urheberrechts zahlen, Schadenersatz muss er nicht leisten.

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