In den 17 Monaten seit unserem letzten Test hat sich in der Welt der Suchmaschinen einiges verändert: Dem Spitzen­reiter Google sind jetzt neue Anbieter und alte Bekannte mit verbesserter Technik dicht auf den Fersen.

Mit einem „Gut“ im wichtigsten Prüfpunkt, den Suchergebnissen, glänzen in diesem Test gleich sechs Suchmaschinen. Vier der Spitzenreiter, neben Google auch Yahoo, AOL und Web.de bedienen sich der Google-Technik. Dabei gewichtet Google die Suchergebnisse nach Treffern (Dokumenten), auf die per Link am häufigsten verwiesen wird. Der Zweitplatzierte, Vivisimo, verwendet eine eigene, neue Technologie, die „Cluster Engine“. Diese ordnet Suchergebnisse meist sinnvoll in inhaltliche Gruppen und kann dem Benutzer damit viele Such­umwege ersparen.

Neben den guten Suchergebnissen schnitt Google auch in der Suchumge­bung und Ergebnisdarstellung „gut“ ab, bei den Hilfen sogar „sehr gut“. Vor allem wie einfach und ohne Vorkenntnisse jedermann auch kompliziertere Anfragen zusammensetzen kann, macht Googles Qualitäten aus. Außerdem bietet Google eine hilfreiche Autokorrektur bei Fehleingaben: Wer versehentlich „Warenrest“ eingibt, wird freundlich gefragt: „Meinten Sie: Warentest?“ Einfache Schreibfehler werden auch unmittelbar korrigiert.

Unterschiede verschwinden

Volltextsuchmaschinen durchforsten pau­senlos das Netz und sortieren automatisch die gefundenen Seiten nach Kriterien, die sie aus den Seiten selbst herausziehen. Bei Katalogen findet, jedenfalls nach der Theorie, die Zuordnung, von Internetseiten zu bestimmten Themen durch redaktionelle Mitarbeiter statt. Die von den Katalogredaktionen einsortierte Menge an Seiten reicht meistens jedoch nicht aus, um komplexere Anfragen zu beantworten. Daher haben alle besseren Kataloge inzwischen Volltextsuchmaschinen eingebunden. Metasuchmaschinen leiten Suchanfragen gleichzeitig an mehrere Suchmaschinen und Kataloge weiter. Für den Benutzer ist es heute fast gleichgültig, ob er seine Frage in das Suchfeld einer Volltextsuchmaschine, eines Katalogs oder einer Metasuchmaschine eintippt.

Fragetechnik entscheidet

Wie eine Frage gut zu formulieren ist, lässt sich kaum verallgemeinern. Grundsätzlich gilt: Je präziser eine Anfrage, desto besser sind die Suchergebnisse. Bei den meisten Suchmaschinen sind heute bereits relativ gute Suchergebnisse zu erzielen, wenn man das Gesuchte mit mehreren Begriffen beschreibt und sie einfach in normaler Schreibweise aneinander reiht, zum Beispiel: Einsteins Brief an Präsident Roosevelt, oder: Berlin Reichstag Öffnungszeiten Führungen.

Falls diese Fragetechnik nicht ausreicht, bietet es sich an, die menügeführten, erweiterten Suchen zu benutzen. Damit ist heutzutage die Verwendung von Operatoren wie „AND“, „OR“, „ANDNOT“ und anderen Verknüpfungen sehr oft überflüssig. Außerdem sind immer häufiger Sondersuchen vorhanden, allerdings in sehr unterschiedlicher Qualität. Bringt die Sondersuche keinen Erfolg, sollte man unbedingt nochmals auf die Normalsuche zurückgreifen.

Weitere Suchhilfen

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