Das Internet hat sich seinen festen Platz im Alltag erobert. Schon gut die Hälfte der Deutschen ist regelmäßig „drin“. Und die Bedeutung des weltweiten Datennetzes steigt - gerade für Beruf und Weiterbildung. Gute Internet- und Computerkenntnisse verbessern die Chancen auf dem Arbeitsmarkt - davon sind immer mehr Deutsche überzeugt. Eine bundesweite Studie über die Internet-Nutzung, der „(N)Onliner-Atlas 2003“, steht jetzt zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Unerschöpfliche Quelle für Berufs-Infos

Wer sich im Internet über Weiterbildungsangebote und freie Stellen informieren kann, schafft sich vielleicht den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurenz. Zudem ist das Datennetz die unerschöpfliche Quelle, um über Branchen, Berufe und Chancen auf dem Laufenden zu bleiben. Für die berufliche Zukunft ist Computer-Know-how ohnehin ein Muss: Ohne PC geht heute an den meisten Arbeitsplätzen gar nichts mehr. Und wer den Umgang mit den modernen Kommunikationsmedien nicht scheut, hat auch in neuen Berufsfeldern bessere Karten.

Internet-Know-how erhöht die Chancen

Entsprechend hoch ist offenbar die Bereitschaft, in die eigenen Computer- und Internetkenntnisse zu investieren, insbesondere bei den Jobwechslern und Arbeitslosen. Das haben die Macher der „(N)Onliner“-Studie ermittelt: Unter den Arbeitslosen, die sie befragt haben, war die große Mehrheit sicher, dass ihre Chancen durch besseres Computer-Wissen steigen könnten. Das erklärten 57 Prozent der regelmäßigen Internet-Nutzer und 72 Prozent derjenigen, die den Schritt ins weltweite Datennetz zurzeit konkret planen. Sogar die bisherigen „Verweigerer“ erwarten von dem Zusatz-Know-how zu 58 Prozent bessere Chancen. Bislang nutzt den Angaben zufolge jeder zweite Arbeitslose in Deutschland das Internet.

Mehr als die Hälfte ist schon „drin“

Für den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstützten
„(N)Onliner-Atlas“ befragen die Marktforschungsgesellschaft TNS Emnid und die Initiative D21 jährlich 30.000 Deutsche über ihre Online-Aktivitäten und die künftigen Nutzungsabsichten. Demnach gehört mittlerweile schon mehr als die Hälfte der Deutschen (50,1 Prozent) zu den so genannten „Onlinern“, die regelmäßig im WWW unterwegs sind. Insgesamt waren das 32,1 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre, 5,4 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Da lag der „Onliner“-Anteil bei 41,7 Prozent, im Jahr 2001 waren es erst 37 Prozent. Zusätzlich zu den aktiven „Surfern“ planen weitere 7,2 Prozent zurzeit konkret, sich den Zugang ins weltweite Datennetz zu verschaffen.

Und die Macher der Studie rechnen auch für das kommende Jahr weiter mit Zuwächsen. Dabei haben sie festgestellt, dass das Durchschnittsalter der „Onliner“ stetig steigt. Lag es im Jahr 2002 noch bei durchschnittlich 36,6 Jahren, sind es in diesem Jahr schon 37,7 Jahre. Fazit der Datensammler: Auch für die mittleren Altersgruppen wird das Internet mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Zudem wagen auch die 50- bis 69-Jährigen immer stärker den Schritt in die virtuelle Welt - in Berlin geht demnach schon fast jeder dritte der über 50-Jährigen regelmäßig online.

Online oder gedruckt: die Studie im Detail

Den detaillierten „(N)Onliner“-Bericht gibt es jetzt kostenlos, die bisherige Schutzgebühr von 21 Euro entfällt. Die Studie beschreibt unter anderem, wie sich Alter, Berufsabschluss und Geschlecht auf die Internet-Aktivitäten auswirken und welche regionalen Unterschiede es in der Online-Nutzung gibt. Exemplare der 62-seitigen Printfassung verschickt die Initiative D21, Stichwort: (N)Onliner-Atlas 2003, Ernst-Reuter-Platz 2, 10587 Berlin, gegen Zusendung eines mit 1,44 Euro frankierten C4-Rückumschlags. TNS Emnid bietet die Studie im Internet zudem zum kostenlosen Download an.

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