Internet Meldung

Sorglose Eltern haften, wenn ihre Kinder über Internettauschbörsen Dateien anbieten oder herunterladen.

Das Landgericht Mannheim hat eine Mutter verdonnert, 150 Euro zu zahlen, weil über ihren Internetanschluss ein urheberrechtlich geschütztes Spiel illegal getauscht worden ist (Az. 7 O 62/06). Unklar blieb, ob ihre Kinder oder deren Freunde das Spiel getauscht hatten. Die Mutter musste als Inhaberin des Anschlusses dafür geradestehen, da sie nicht kontrolliert hatte, was die Freunde an ihrem PC tun.

Eltern sind nur aus dem Schneider, wenn sie die Kinder genug beaufsichtigen. „Was sie genau tun müssen, steht nirgends“, sagt Ralf Dietrich, Rechtsanwalt und Wissenschaftler an der Uni Tübingen. „Es hängt vom Alter der Kinder und deren Vernunft ab.“ Volljährige brauchen weniger Belehrung.

„Haben die Kinder bisher keinen Anlass zu Misstrauen gegeben, sollte eine allgemeine Belehrung, dass über den PC keine fremden Dateien heruntergeladen und getauscht werden, und hin und wieder ein kontrollierender Blick ausreichen“, so Dietrich. Finden Eltern viele fremde Dateien oder gebrannte CDs, müssen sie mehr tun. Freunden sollten sie die Internetnutzung verbieten.

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