Internet Special

Beim Surfen im Internet landen Cookies im eigenen Browser. Was die kleinen Datensätze dort machen und wozu sie nützlich sind, ist vielen Internet­nutzern nicht klar. test.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Cookies.

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Textdateien, die das Internet funktionstüchtig machen. Wenn ein Nutzer im Internet unterwegs ist und eine Webseite aufruft, wird das Cookie zusammen mit der angefragten Webseite an den Browser gesendet – meist vom Betreiber der Webseite. Der Browser ist ein Zugangsprogramm für den heimischen Rechner, mit dem sich das World Wide Web nutzen lässt. Bekannte Browser sind zum Beispiel der Mozilla Firefox oder der Internet Explorer.

Was können Cookies?

Cookies machen es zum Beispiel möglich, dass man beim Onlineeinkauf seinen Warenkorb bestücken kann, ohne dass man sich auf jeder Unterseite eines Händlers neu als ein und derselbe Kunde zu erkennen geben muss. Das gleiche gilt für das Onlinebanking: Auch hier wird der Nutzer mit Hilfe von Cookies „wiedererkannt“. Cookies können außerdem abspeichern, in welcher Schriftgröße oder Sprache eine Webseite erscheinen soll. Mit Hilfe mancher Cookies ist es allerdings auch möglich, das Surfverhalten des Internetnutzers nachzuvollziehen, also zu analysieren, welche Webseiten er besucht hat.

Wie funktionieren Cookies?

Beim Besuch einer Webseite wird das Cookie im Browser abgelegt. Besucht der Nutzer dieselbe Webseite später wieder, dann sendet der Browser die kleine Textdatei zurück an die Webseite. Diese kann die im Cookie gespeicherten Werte erkennen und weiß dann zum Beispiel, dass immer noch eine Hose, ein Hemd und ein Gürtel im Warenkorb liegen. Mit Hilfe von Cookies kann also im weitesten Sinne ein Nutzer wiedererkannt werden – zwar nicht konkret als Tim Müller oder Susanne Meier, aber als derjenige, in dessen Browser das fragliche Cookie abgelegt wurde.

Wer setzt Cookies?

Cookies werden von den Anbietern der Webseiten gesetzt – aber auch von Dritten, zum Beispiel von Werbefirmen. Diese setzen mit Vorliebe sogenannte Tracking Cookies, auf Deutsch etwa „Verfolgungs-Cookies“, die oft über Jahre hinweg im Browser verbleiben und dazu dienen, einem Nutzer die verschiedenen besuchten Webseiten zuzuordnen. Werbefirmen können aus diesen Informationen weitreichende Profile erstellen: Was schaut sich der Nutzer im Internet an? Was sind seine Interessen? Wonach sucht er?

Warum wird das Surfverhalten von Nutzern analysiert?

Anhand der mit Tracking Cookies gesammelten Informationen können Webseitenanbieter und Werbefirmen umfassende Nutzerprofile erstellen. Ziel ist es, die im Browser eingeblendete Werbung auf die Vorlieben des Nutzers abzustimmen. Was vielen Internetnutzern nicht klar ist: Die Werbung, die sie sehen, ist nicht für alle Webseitenbesucher die gleiche. Während der eine Urlaubsangebote präsentiert bekommt, erscheint bei dem anderen eine Anzeige für Babynahrung – je nachdem, auf welchem Webseiten sich der Nutzer zuvor getummelt hat.

Wie lange bleiben Cookies?

Webseitenanbieter und Werbefirmen versehen die Cookies mit einem Verfallsdatum. Die beschränkte Lebensdauer ist eine wichtige Eigenschaft des Cookies, denn sie bestimmt, wie lange das Cookie von sich aus im Browser gespeichert und der Nutzer beziehungsweise der Browser erkennbar bleibt. Sogenannte Session Cookies werden automatisch gelöscht, nachdem der Nutzer die Internetsitzung - also zum Beispiel den Einkauf oder das Bankgeschäft - beendet und den Browser schließt. Andere Cookies sind so programmiert, dass sie jahrelang im Browser bleiben – es sei denn, man löscht sie.

Wie wird man Cookies wieder los?

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Das Menüfenster im aktuellen Browser „Firefox“

Alle gängigen Browser bieten die Möglichkeit, vorhandene Cookies zu löschen. Das Löschen der Cookies über die neueste Version des Mozilla Firefox funktioniert zum Beispiel über den Menüeintrag „Einstellungen“ und den Reiter „Datenschutz“.

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Das Menüfenster im aktuellen Browser „Internet Explorer“

Beim aktuellen Internet Explorer wählt man im Menü „Extras“ die Rubrik „Browserverlauf löschen“. Über den Browser kann der Nutzer auch verhindern, dass Cookies überhaupt gespeichert werden. Das ist allerdings nicht zu empfehlen.

Welcher Umgang mit Cookies empfiehlt sich?

Es ist nicht ratsam, von vornherein die Speicherung aller Cookies zu verhindern. Denn wichtige Funktionalitäten von Webseiten hängen davon ab, dass Cookies gesetzt werden können. Das liegt daran, dass der Browser ohne Cookies ziemlich vergesslich ist. Er kann sich zum Beispiel nicht merken, ob man eingeloggt ist – beim sozialen Netzwerk, im Onlineshop oder beim E-Mail-Dienst.

Tipp: Löschen Sie die im Browser befindlichen Cookies von Zeit zu Zeit, wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Surfverhalten analysiert wird. Wenn Sie grundsätzlich keine persönliche Werbung wünschen, können Sie im Browser einstellen, dass nur die Cookies von Drittanbietern – also zum Beispiel Werbefirmen – blockiert werden. Dann schränken Sie den Surfkomfort nicht allzu sehr ein, können aber verhindern, dass Firmen Ihr Surfverhalten über mehrere Webseiten hinweg beobachten. Beim aktuellen Mozilla Firefox klicken Sie dazu im Menü „Einstellungen“ und dann den Reiter „Datenschutz“. Dort wählen Sie den Eintrag „Firefox wird eine Chronik nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen“. Entfernen Sie das Häkchen bei Cookies von Drittanbietern. Beim aktuellen Internet Explorer finden Sie die Möglichkeit, Cookies von Dritten zu blockieren, über „Extras“, „Internetoptionen“, „Datenschutz“ und „Erweitert“. Klicken Sie auf „Automatische Cookiebehandlung aufheben“ und blocken Sie Cookies von Drittanbietern.

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