Internetauktionen sind genauso verbindlich wie übliche Versteigerungen. Ein wirksamer Vertrag könne auch per Mausklick zustande kommen, hieß es in der Begründung. Mit dieser Entscheidung gab der Bundesgerichtshof dem Käufer eines VW-Passat Recht, der den Wagen zum Schnäppchenpreis von rund 26.000 Mark ersteigert hatte. Der Verkäufer, ein Autohändler aus Münster, hatte mit einem Startpreis von nur 10 Mark bei ricardo.de für fünf Tage inseriert und keinen Mindestverkaufspreis angegeben. Im Nachhinein verlangte er aber 39.000 Mark. Vergebens, denn die Richter hielten ihm die Geschäftsbedingungen vor, die nach Ablauf der Frist einen Verkauf an den Höchstbietenden vorsahen.

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