Internationale Funkausstellung Meldung

Lange als erster DVD-Rekorder angekündigt, nun doch nur einer unter mehreren: Philips DVDR 1000.

Die internationale Funkausstellung (IFA) hat jetzt unterm Berliner Funkturm mehr oder weniger Neues präsentiert. test nennt wichtige Trends und stellt interessante Produkte vor.

Trend 1: Disc-Videorekorder

Vier Jahre nach Einführung der DVD zeigen viele Hersteller DVD-Videorekorder ­ dummerweise wie einst beim Marktstart der Kassetten-Videorekorder in vier verschiedenen Systemen. Am Start stehen: die einmal bespielbare DVD-R sowie die wiederbespielbaren Formate DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW. Die Rekorder sollen zwischen 3.000 und 6.000 Mark kosten, DVD-Rs 20 Mark, die mehrfach bespielbaren Scheiben zwischen 50 und 70 Mark.

Auf den vorhandenen DVD-Spielern lassen sich DVD-Rs, DVD-RWs (mit Einschränkungen) und DVD+RWs (ohne Einschränkungen) abspielen. Die DVD-RAM ist völlig inkompatibel. Außer bei Technikfans dürften die Rekorder vorläufig wenig Interesse finden: Bei guter Bildqualität reichen die Scheiben für zwei Stunden Video. Erst später soll es Kombigeräte mit eingebauter Festplatte geben. Sie erlaubt zum Beispiel, die Werbeblöcke aus einem TV-Mitschnitt zu löschen, bevor man die Sendung auf DVD überspielt.

Trend 2: MP3-Welle

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Wem es gefällt: Zwei Tage Musik ohne Unterbrechung durch die Kombination von CD-Wechsler und MP3 im Thomson Lyra A 5000.

Zehn Stunden Musik auf einer CD ­ das Kompressionsformat MP3 machts möglich. Mehr als 50 DVD-Videoplayer, Autoradios sowie tragbare und Heim-CD-Spieler geben die Langlaufscheiben wieder. Noch lassen sich die Discs nur in Eigenregie am PC erstellen, doch ein Anbieter hat schon einen CD-Rekorder an gekündigt, der statt herkömmlicher Audio-CDs wahlweise auch MP3 auf die Scheiben brennt.

Trend 3: Festplatten allerorten

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Yamahas CDR-HD 1000 speichert Titel vor dem Brennen auf der Festplatte.

Die Speicherplatten aktueller Computer sind groß, schnell und billig genug, um auf ihnen nicht nur schnöde Texte auszulagern, sondern auch Bild und Ton. Etliche neue Grundig-Fernsehgeräte können beispielsweise mit Festplatte aufgerüstet werden. Das macht den Zuschauer unabhängig von der Programmplanung der TV-Sender. Yamaha präsentiert einen HiFi-CD-Rekorder, der dank eingebauter Festplatte die Lieblingstitel von mehreren CDs speichert und dann auf eine CD brennt. Digital-TV-Empfänger ("Set-Top-Boxen") mit eingebauter Festplatte sind dagegen schon fast ein alter Hut.

Trend 4: Flache TV-Geräte

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Seit Juli in Japan, zur IFA auch hier erhältlich: Pioneers DVD-Rekorder DVR-7000.

Die gute Nachricht: Flache Bildschirme gibt es in allen Größenklassen ­ vom 35-Zentimeter-Klein-TV bis zum Giganten mit eineinhalb Metern Bilddiagonale. Die schlechte Nachricht: Die Preise der Flachmänner bleiben hoch: Mini-Fernsehgeräte mit Flachtechnik kosten um 4.000 Mark, die Großgeräte mit 82-Zentimeter-Schirm rund 16.000 Mark. Die Bildröhre wird also noch ein paar Jahre überleben. Bei ihr heißt die Parole: größer, kürzer, flach. Der Kronacher Hersteller Loewe zeigt den Aconda 93102, ein Breitbildgerät mit 102 Zentimeter Röhrendiagonale (um 10.000 Mark). Andere Hersteller wollen mit so genannten Kurzhalsröhren die Gehäusetiefe verringern. Und schließlich existieren Bildröhren mit flacher Front in allen Größen- und Preisklassen.

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