Was ein interkulturelles Training bieten muss

Finanztest hat ein Anforderungsprofil für interkulturelle Trainings entwickelt. Es beschreibt, welche Inhalte vermittelt werden sollten.

Themenspektrum. Die Teilnehmer sollten lernen, landeskundliche Informationen und Eigenarten eines Landes angemessen einzu-schätzen. Dafür muss ihnen vermittelt werden, dass auch ihre eigenen Einstellungen kulturell geprägt sind. Erst dann ist es möglich, sich entsprechend mit anderen Sitten, Gebräuchen und Regeln zu beschäftigen.

Fachliche Anforderungen. Die Trainings sollten sich am beruflichen Alltag der Teilnehmer orientieren, ohne auf die Vermittlung tiefer gehenden Wissens zu verzichten. So ist es gut, etwas zur Geschichte eines Landes zu erfahren, auch wenn dieses Thema beruflich nicht relevant ist. Wichtig ist, den Teilnehmern eine unvoreingenommene Einstellung gegenüber dem jeweiligen Land zu vermitteln. Bei Kursen, die auf eine bestimmte Region zugeschnitten sind, ist es wünschenswert, dass neben einem deutschen auch ein Trainer aus dem jeweiligen Land unterrichtet.

Kursdurchführung. Teilnehmer sollten vor dem Kurs nach ihren Erwartungen und Zielen befragt werden, damit sie im Verlauf des Kurses berücksichtigt werden können. Die Ergebnisse sollten für die Zeit nach dem Kurs gesichert werden, zum Beispiel durch Nachbetreuung oder Zusendung der Unterrichtsprotokolle. Übungen sorgen dafür, Erlerntes zu behalten und praktisch umzusetzen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1481 Nutzer finden das hilfreich.