Insulin-Fertigspritzen von Novo Nord­isk Meldung

Der Anbieter Novo Nord­isk ruft drei Chargen des Insulin-Präparats NovoMix 30 FlexPen zurück. Der Grund: Wegen eines Produktions­fehlers weicht der Insulin­gehalt in den Chargen CP50749, CP50393 und CP50902 von der vorgesehen Dosis ab. Laut dem Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM) besteht bei Betroffenen das Risiko einer Über- oder Unter­zuckerung.

In Deutsch­land etwa 1 000 Pens betroffen

Der NovoMix 30 FlexPen ist eine verschreibungs­pflichtige Fertigspritze zur Behand­lung von Diabetes. Laut dem Anbieter Novo Nord­isk sind die falschen Insulin­konzentrationen bei einer Qualitäts­kontrolle aufgefallen. Betroffen sind folgende Chargen:

  • Ch.-B.: CP50749, Verw. bis: 07/2014
  • Ch.-B.: CP50393, Verw. bis: 07/2014
  • Ch.-B.: CP50902, Verw. bis: 10/2014

Bei den betroffenen Chargen könnte die Insulin-Dosis zwischen 50 Prozent und 150 Prozent der angegebenen Konzentration liegen. Es kann also nur halb so viel Insulin wie vorgesehen enthalten sein – aber auch um die Hälfte zu viel davon. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt: „Im schlimmsten Fall könnte ein Patient von einem Pen mit 50% zu geringer Konzentration auf eine mit 50% zu hoher Konzentration wechseln und sich damit die angewendete Insulindosis akut um das 3-fache erhöhen.“ Eine zu hohe Insulin­konzentration kann zu einer möglicher­weise lebens­gefähr­lichen Unter­zuckerung (Hypoglykämie) führen.

Beim Apotheker austauschen

Insulin-Fertigspritzen von Novo Nord­isk Meldung

Diabetiker sollten die Chargen­nummern ihrer Spritzen unbe­dingt prüfen. (Wegen ihrer kugel­schreiber­artigen Form werden die Insulin­spritzen auch als Pens bezeichnet.) Die Nummern sind auf den Pen gedruckt (siehe Foto). Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Rezept für einen Ersatz ausstellen und geben Sie betroffene Pens bei der Apotheke zurück, wenn Sie Ihr neues Rezept einlösen – hierbei entstehende Kosten werden vom Anbieter Novo Nordisk laut eigenen Angaben über­nommen. Patienten sollten die Behand­lung in keinem Fall ohne Rück­sprache mit ihrem Arzt abbrechen. Wenn bereits betroffene Chargen verwendet wurden, sollte der Blut­zuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden. Für betroffene Patienten hat Novo Nord­isk eine Hotline unter der Nummer 06131 / 903 1113 einge­richtet.

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