Instandsetzungskosten Meldung

Viele Immobilienbesitzer können ihre ­Sanierungskosten jetzt auf einen Schlag beim Finanzamt abrechnen.

Jetzt können sehr viel mehr Vermieter Ausgaben für die Instandsetzung von Immobilien sofort als Werbungskosten absetzen. Das dürfen sie nun nämlich auch dann, wenn sie dafür in den ersten drei Jahren nach dem Kauf ohne Umsatzsteuer über 15 Prozent vom Gebäudewert ausgeben. Die Finanzchefs in Bund und Ländern haben die alte 15-Prozent-Grenze gekippt und die neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs anerkannt.

Der Abzug auf einen Schlag ist möglich, wenn Immobilien beim Kauf schon zum Vermieten geeignet sind, durch Sanierungen nicht erheblich im Standard steigen und beim An- oder Ausbauen keine größere Nutzfläche erhalten. Dann müssen Besitzer die Kosten nicht auf bis zu 50 Jahre verteilen.

Sie können auch nachträglich noch auf einen Schlag Ausgaben für alle Jahre absetzen, für die sie keine oder noch offene Steuerbescheide haben. Macht das Finanzamt Probleme, hilft ein Einspruch gegen den Steuerbescheid mit Hinweis auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 18. Juli mit dem Zeichen IV C 3 - S 2211 - 94/03. Dafür haben Vermieter nach der Bekanntgabe des Bescheids einen Monat lang Zeit.

Ist die neue Regel ungünstig, können sie für Instandsetzungen, die sie vor der Veröffentlichung des Schreibens im Bundessteuerblatt (vermutlich Anfang August) begonnen haben, noch die alte 15-Prozent-Regel beantragen.

Vielleicht kommt sie sogar wieder. Berlin will sie für nach 2003 begonnene Instandsetzungen wieder einführen.

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