Insolvente Aktiengesellschaften Meldung

Kurseinbrüche, abgesagte Börsengänge - für Anleger gehört dieses Szenario seit langem zum Alltag. Zunehmend sind aber auch Börsenmakler und Wertpapierhandelsbanken vom negativen Börsentrend betroffen. Jüngstes Beispiel: Die Börsenmakler Schnigge AG, Marktführer im Handel mit Aktien vor deren Börseneinführung. Das Unternehmen kann anstehende Zahlungen nicht mehr leisten. Ein Gespräch mit möglichen Investoren ist geplatzt. Folge: Das Insolvenzverfahren wurde beantragt. Damit beginnt für Anleger eine ungewisse Zeit. test.de sagt, was sie tun können, wie sie eine Insolvenz-Gefahr frühzeitig erkennen und einen Totalverlust des Papiers vermeiden.

Ungewisse Zeit

Wird wie im Fall der Börsenmakler Schnigge AG ein Insolvenzverfahren beantragt, beginnt für Anleger eine lange Zeit des Wartens. Denn es ist noch nicht absehbar, was aus dem Unternehmen wird. Die Möglichkeiten: Totalverlust, Übernahme oder Sanierung. Allerdings bricht die Aktie des betroffenen Unternehmens - oft schon Monate vorher - gewaltig ein und tendiert meist gegen Null.

Rechtzeitig informieren

Daher ist es wichtig, dass sich Anleger über die finanzielle Situation von Aktiengesellschaften informieren. Anhaltspunkte bieten die Bilanzen, aber auch Unternehmensberichte und Ad-hoc-Meldungen über geplante Maßnahmen von Aktiengesellschaften. So können sie vermeiden, in bereits angeschlagene Unternehmen zu investieren. Wer dagegen Papiere dieser Gesellschaften besitzt, hat im Falle einer Insolvenz oft schlechte Karten. Denn der Kurs ist meist schon im Keller, wenn das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit bekannt gibt.

Kursziel und Stop-Loss

Generell gilt: Anleger sollten ihr Depot von Zeit zu Zeit überprüfen. Haben Papiere ein vorher festgelegtes Kursziel erreicht, ist es oft ratsam, das Engagement zu überdenken. Gleiches gilt für fallende Kurse. Anleger sollten für diesen Fall eine Stop-Loss-Marke setzten und die Papiere auch verkaufen, wenn dieser Wert erreicht ist.

Gemischtes Depot

Doch auch mit der besten Strategie ist niemand vor Kursverlusten sicher. Um ein absolutes Desaster im Depot zu vermeiden, sollten Anleger daher unterschiedliche Investments mischen. Beispiel: Eine Kombination aus Banksparplänen und Aktienfonds. Die Banksparpläne begrenzen das Risiko für Anleger. Gleichzeitig sorgen die Aktienfonds für Gewinnchancen an der Börse. So können Anleger in schwachen Börsenzeiten schmerzhafte Verluste ihres Depots begrenzen.

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