Innere Uhr Schlafrhythmus liegt auch in den Genen

10.05.2016
Innere Uhr - Schlafrhythmus liegt auch in den Genen
Wer zum sogenannten Eulen­typ gehört, ist morgens oft müde. © mauritius images / Alamy

Ob wir früh am Morgen putz­munter oder eher schläf­rig sind, wird uns zum Teil in die Wiege gelegt. Das schreiben US-Forscher im Fachjournal Nature Communications. Sie untersuchten das Erbgut von fast 90 000 Menschen, die ihre DNA-Daten freiwil­lig einem Unternehmen für Genanalysen zur Verfügung gestellt hatten. Zugleich fragten sie die Probanden unter anderem, ob sie sich als Morgen­mensch sehen.

Gene regulieren Schlaf-wach-Rhythmus

Bei diesen Typen identifizierten die Forscher 15 ähnliche Positionen im Erbgut. Sieben davon liegen in der Nähe von Genen, die den Schlaf-wach-Rhythmus regulieren.

Eule oder Lerche?

Absoluter Früh­aufsteher oder Spät­schläfer? Laut Studien zählt nur eine Minderheit der Menschen zum Eulen- oder Lerchen­typ in Reinform. Die Mehr­heit bewegt sich irgendwo zwischen den Extremen. Zum Beispiel bei Schicht­arbeitern können innere Uhr und Arbeits­zeit dennoch in Konflikt geraten. Mediziner raten daher, Schichten idealer­weise passend zum Chrono­typ des Mitarbeiters zu vergeben.

Tipp: Wie Sie Schlafstörungen effektiv behandeln, erklärt unser Ratgeber Endlich Schlafen. Das Buch hat 176 Seiten und ist für 19,90 Euro im test.de-Shop erhältlich. Informationen dazu finden Sie auch in unserer Meldung Zehn Schlafkiller – und wie man sie überlistet.

10.05.2016
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