Inlineskates 1 Test

Nach endlos erscheinenden Wintermonaten hat die Saison endlich begonnen: Skatefans können wieder ihrem Hobby fröhnen. Egal ob sie auf speziellen Skaterstrecken durch die Natur gleiten, in Großstädten an autofreien Bladenights teilnehmen oder sich bei Sportevents, etwa Skater-Marathons, messen. Skaten macht Spaß und ist gesund. Zum uneingeschränkten Rollvergnügen fehlen also nur die passenden Schuhe und Schützer. Die besten Inlineskates kosten 150 bis 180 Euro. Für die Hälfte des Geldes gibt es aber auch gute Modelle. Im Test: 13 Paar Inlineskates für Männer und Frauen. test.de zeigt die besten Produkte und gibt Tipps zum Kauf.

Neue Modelle für Frauen

Gab es die schnellen Rollen bisher meist nur als Unisexmodell, bieten viele Hersteller inzwischen spezielle Inlineskates für Frauen an. Diese Schuhe sind schmaler geschnitten, haben einen weicheren Abschluss oder einen kürzeren Schaft. So passen sie besser zum weiblichen Fuß. Auch das Design spricht mit hellen Farben eher Frauen an. In den Laufeigenschaften unterscheiden sich die Skates für Männer und Frauen jedoch nur unwesentlich. Die speziellen Damenmodelle passen gut. Lediglich in Einzelfällen klagten Testerinnen über Druckstellen - besonders beim Streetfighter Pro 1 400.

Teurer Spaß

Inlineskaten ist keine billige Angelegenheit - besonders wenn die ganze Familie auf die Piste gehen will. Die meisten guten Modelle kosten zwischen 150 und 200 Euro, Ausgaben für Schützer und Helm kommen nochmal extra hinzu. Die besten Laufeigenschaften bieten K2 VO2 und K2 VO2 Max (180 und 200 Euro). Aber es geht auch preiswerter: Ein guter Schuh für weniger als 100 Euro ist Hudora RX 23. Zwar brach bei einzelnen Testmodellen der Fixierhaken für Schnürbänder in der Dauerprüfung. Aber auch ohne Fixierhaken ist der Schuh noch fest zu schnüren. Und bei den Laufeigenschaften schneidet Hudora nicht viel schlechter ab als doppelt so teure Modelle.

Schnell festzurren

Unterschiede gibt es auch beim Verschluss: Die Skates K2 Athena/Exo, Rollerblade Activa/Crossfire und Rollerblade Wing4/Astro4 haben kein klassisches Schnürsystem. Statt dessen reicht ein kräftiger Zug an einer Schnur und der Schuh ist festgezurrt. Das ist zwar einfach und schnell, gefällt aber nicht jedem. Einige Tester waren begeistert, anderen war die Schnellschnürung egal. Auch das Festzurrsystem mit Drehknopf von Rollerblade Wing 6/Astro 6 erfreute sich unterschiedlicher Beliebtheit.

Große und kleine Rollen

Wichtiger ist für viele dagegen die Rollenfrage: Einsteiger fahren gut mit den kleineren 80er oder 84er Rollen. Diese beschleunigen schneller und sind wendiger als größere Rollen. Wer jedoch auf langen Strecken fährt und hohe Geschwindigkeit erreichen will, fährt besser mit 90er Rollen. Eine Garantie für schnelles Fahren geben große Rollen aber nicht. Beispiel Head 90 T 2: Trotz großer Rollen ist dies der schlechteste Schuh im Test mit befriedigenden Noten für Laufeigenschaften und Handhabung. Fazit: Bei Inlineskates kommt es nicht nur auf die Größe der Rollen an, sondern auch auf die gelungene Kombination von Rollen, Lagern und Achsen.

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